Gern wiederholte Fehler beim Thema Geld

Motley Fool Investmentanalyst

Die meisten Menschen haben gute Absichten, wenn es um die Verwaltung ihres Geldes geht. Aber leider neigen viele dazu, kritische Fehler zu machen, nur weil ihnen die Grundlagen des Geldmanagements nicht beigebracht wurden. Wir lernen alles Mögliche in der Schule, doch überraschenderweise werden Fertigkeiten im Umgang mit Geld nur selten gelehrt. Laut einer aktuellen Umfrage der Skipton Building Society gibt jeder zehnte britische Erwachsene zu, im Umgang mit Geld „schrecklich“ zu sein.

Heute sehen wir uns zwei grundlegende Fehler an, die Millionen von Menschen in ganz Großbritannien machen. Beide können verheerende Auswirkungen auf deine langfristige Vermögensbildung haben. Machst auch du diese entscheidenden Fehler mit deinem hart verdienten Geld?

Du kämpfst mit Kreditkartenschulden

Hast du immer noch mit Kreditkartenschulden zu kämpfen? Wenn ja, bist du nicht allein. Laut einer Statistik von The Money Charity betrug die Gesamtkreditkartenschuld in Großbritannien im April kolossale 71 Milliarden GBP. Das entspricht etwa 2.600 Pfund pro Haushalt, was bei Betrachtung des Durchschnittslohns einen besorgniserregenden Verschuldungsgrad darstellt.

Kreditkartenschulden (bzw. andere hochverzinste Schulden) sind bei dem Aufbau von Wohlstand dein Feind Nr. 1. Sprich mit seriösen Finanzberatern, und jeder wird dir mit ziemlicher Sicherheit raten, dass eines der ersten Dinge, die du tun solltest, wenn du deine Finanzen in Form bringen willst, ist, deine Kreditkartenschulden so schnell wie möglich zu begleichen.

Das Problem mit Kreditkartenschuldes sind die exorbitant hohen Zinssätze, die dir die Kreditgeber berechnen. Zum Beispiel haben viele der britischen Kreditkarten Zinssätze von 20 % oder mehr. Bei einem derart hohen Satz sind das bei 10.000 GBP Kreditkartenschulden Zinszahlungen von 2000 GBP pro Jahr. Im Gegensatz dazu liegen die durchschnittlichen Zinssätze auf Sparkonten bei etwa 1 %, was bedeutet, dass 10.000 Pfund Ersparnis Zinsen von nur 100 Pfund pro Jahr generieren würden. Erkennst du hier das Problem?

Wenn du mit Kreditkartenchulden Probleme hast, erstelle sofort einen Plan, um sie so bald wie möglich zu begleichen. Zögere nicht, Hilfe zu suchen, wenn du welche benötigst.

Du hast keinen Notfallfonds

Hast du für Notfälle gespart? Nach Skiptons Recherchen hat ein Viertel der Briten überhaupt keine Ersparnisse. Auch das sind beunruhigende Ergebnisse.

Die Einrichtung eines „Notfallfonds“ mit leicht zugänglichen Bargeldersparnissen ist sehr vernünftig. Ein Notfallfonds sorgt für finanzielle Sicherheit und schützt dich vor den finanziellen „Überraschungen“, die das Leben mit sich bringt. Wenn du deinen Job verlierst, oder dir eine unerwartete Rechnung ins Haus flattert, wirst du nicht gezwungen sein, Kreditkartenschulden oder, schlimmer noch, hochverzinste zusätzliche Schulden aufzunehmen, um durchzukommen.

Wie viel sollte man in einem Notfallfonds angespart haben? Generell sind sich die Finanzexperten einig, dass dein Notfallfonds umfangreich genug sein sollte, um Ausgaben im Wert von mindestens drei Monaten zu decken. Wenn du pro Monat also 2.000 Pfund auf wesentliche Unkosten wie Miete, Nahrung und Transport aufwendest, sollte dein Notgroschen mindestens 6.000 Pfund betragen.

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Dieser Artikel wurde von Edward Sheldon auf Englisch verfasst und am 15.07.2018 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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