Germany's Next Topmodel - Alessandra Ambrosio ist genervt von Heidis Mädchen

Alessandra Ambrosio (r.) fand die Modelanwärterinnen anstrengend (Bild: ProSieben / Kristian Schuller)

Peinlichste Szene: Als Christina ans Set kommt und Heidi Klum ein Kompliment für ihre Augen macht – obwohl die eine Sonnenbrille aufhat.
Werbung vs. Sendezeit: 37 Minuten Werbung. Und am schlimmsten ist wirklich der Epilierer-Spot mit Christina und ihrer Unterschrift. Die Frau macht Herzchen anstatt der Punkte auf den Is, mit 21!!
Sehr beruhigend: Auch Models sehen mit Brille, Pferdeschwanz und in Strickjacke dann plötzlich wie ganz normale Mädels aus – führt Jennifer vor, als sie mit ihrer Mutter telefoniert.
Guter Rat für angehende Models: “Die Leute wollen keine Kartoffel sehen.” (eine der Drag Queens)
Bestes Kompliment: “Heidi Klum ist so dünn und sie glänzt so, wie der Ohrring einer Drag Queen!” (eine andere Drag Queen)
Sah als Mann am besten aus: Pia, ganz klar.

Wer ist raus? Sara, die nun endlich zum Schweizer Bachelor zurückkehren kann. Klaudia mit K, was den Spaßfaktor der Sendung erheblich mindern dürfte. Und Sally, weil ihr laut Heidi Klum der “Kampfgeist” abhanden gekommen ist.

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Fällt irgendjemandem spontan ein, wie die Vorjahressiegerin von Topmodel heißt? (Céline.) Oder was die Gewinnerinnen von Staffel 1 bis 12 inzwischen so machen? (Nicht viel, von Lena Gercke mal abgesehen.) Manchmal weiß man gar nicht, warum die Kandidatinnen sich selbst so einen Druck machen: Ist ja nun wirklich nicht so, als würde mit dem Titel auch eine Weltkarriere winken. Und trotzdem weinen die Models schon allein bei dem Gedanken, dass sie rausfliegen könnten. Auch Klaudia mit K, die in all ihrer Nervosität sogar bei einem Casting erzählt, dass sie den Job wirklich sehr gern hätte, weil: “Sonst wird es eng für mich.”

Puh, ganz wichtige Lektion: Gerade bei Vorstellungsgesprächen – und etwas anderes ist ein Casting nicht – sollte man die allzu bemitleidenswerten Wahrheiten vielleicht doch lieber für sich behalten. Aber auch der Auftrag (Instagram-Bilder für einer Taschenmarke aufnehmen), der letztlich an Toni und Christina geht, hätte wohl nicht viel geändert. Klaudia mit K muss nach dem Shooting gehen – und alle weinen, bei Twitter ganz besonders.

Man kann allerdings ein bisschen verstehen, warum Klaudia mit K gehen muss: Ihre Grimassen beim Shooting sind unfreiwillig komisch, ein bisschen erinnert das Ganze an Gesichts-Yoga. Aber es ist halt auch nicht so leicht, sich mal eben in einen Mann zu verwandeln UND mit Alessandra Ambrosio zu posieren! Da hilft auch der aufgemalte Bart nicht weiter. Klums Tipps schon gar nicht: “Männer schauen motzig.” Denn erstens: Was heißt motzig? Und zweitens: Machen Männer das wirklich?! Hinzu kommt, dass Ambrosio irgendwie unnahbar erscheint. Nicht wie jemand, der einem jungen Model die Aufregung nehmen könnte.

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Das Ergebnis des Shootings: Viele Fotos, auf denen man Frauen sieht, die komische Klischee-Männer-Posen machen (grimmig gucken, mit ganz breiten Beinen dasitzen). Und eine total abgenervte Ambrosio. Sie finde es schon “frustrierend” mit Nachwuchsmodels zu arbeiten, weil die so oft nicht verstehen, was man eigentlich von ihnen wolle.

Zum Glück gibts später in der Sendung nettere Sidekicks für die Models: Klum hat Drag Queens eingeladen, also Männer, die eine Kunst daraus machen, sich als Frauen zu inszenieren. Sie bringen den Kandidatinnen endlich mal sinnvolle Dinge bei, den “Death Drop” zum Beispiel.

Dafür lässt man sich mitten im Gehen wie ein Sack Mehl auf den Boden plumpsen. Ein super Ablenkungsmanöver für Entscheidungswalks vor Klum: einfach tot stellen. Funktioniert bei Jennifer sehr gut: Ihr “Death Drop” lässt die Jury darüber hinwegsehen, dass sie bisher noch gar keinen Job hatte und schon drei Mal so richtig auf der Kippe stand. Stattdessen wird Sally gekickt, weil Klum ihrer Drag-Performance nur die Note 2 gibt: “Und viele andere hatten eine 1.”

Sally (vorne) ist raus (Bild: ProSieben / Martin Ehleben)

Was entgeht Sally nun? Castings, bei denen man danach gefragt wird, wie viele Instagram-Follower man eigentlich so hat, offenbar ist das inzwischen wichtiger als andere Model-Qualitäten. Und ganz großartige Jobs – siehe die Topmodel-Werbepausen. Da kommt eigentlich jede Woche so ein Spot mit Barbara Meier, der Gewinnerin der zweiten Staffel. Sie wirbt für “Schebensmasken”, was sehr komisch klingt und sehr spießig aussieht. Da ist es doch auf einmal gar nicht mehr so wild, wenn man rausfliegt, oder?

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