Geringe Kapazität: Studie: Ohne Tegel könnte Fliegen in Berlin teurer werden

Der Flughafen Tegel

Für die Berliner könnte es ein entscheidendes Kriterium beim Volksentscheid zum Flughafen Tegel im September sein. Sollte der Airport nach Eröffnung des BER wie geplant schließen, würden die Ticketpreise mittelfristig um durchschnittlich zwölf Prozent steigen, in Spitzenzeiten sogar um 55 Prozent. So das Ergebnis einer Studie des Unternehmens Frontier Economics im Auftrag von Ryanair, die in Absprache mit der Berliner CDU entstand.

Grund sind laut den Analysten die Zahl der Flugbewegungen. Im vergangenen Jahr kamen Tegel und Schönefeld in Spitzenzeiten auf 68 Starts und Ladungen pro Stunde. Der BER ist hingegen nur auf 62 Flugbewegungen ausgelegt. Damit wäre er in dieser Kategorie schon heute am Maximum und erst recht im Jahr 2030, wenn mit 100 Flugbewegungen pro Stunde zu rechnen sei.

In der Folge könnten mehr als fünf Millionen Passagiere pro Jahr nicht befördert werden, was die Ticketpreise zwangsläufig steigen lasse, merken die Experten an. Zwar könnten die Airlines darauf mit größeren Maschinen reagieren, betriebswirtschaftlich sei das aber nicht sinnvoll, wenn die Flugzeuge außerhalb der Spitzenzeiten nicht ausgelastet wären.

Air Berlin würde nicht nach Schönefeld wechseln

Wie berichtet, ist laut Gutachten eine Offenhaltung Tegels nach deutschem Verwaltungsrecht möglich, es brauche dafür aber eine politische Grundsatzentscheidung. Von Fluglärm betroffene Anwohner hätten dann wenig Chancen auf eine erfolgreiche Klage, da es für die "Aussicht auf Schließung...

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