Gerichtsurteil: Mann muss 144 nette Dinge über seine Ex-Freundin aufschreiben

Ein außergewöhnliches Urteil fällte nun eine US-Richterin: Ein Mann muss nette Dinge über seine Ex-Freundin aufschreiben. (Symbolbild: ddp)

Die ganze Beziehungssache war längst gelaufen, doch damit wollte sich der 30-jährige Daren Young nicht abfinden. Trotz Kontaktverbots konnte er es nicht lassen, seine Ex mit fiesen Textnachrichten zu überschütten. Was eine Richterin jetzt mit einem außergewöhnlichen Urteil bedachte.

Von Trennung in Würde und Respekt wollte Daren Young nichts wissen. Er bedrängte seine Ex-Freundin so sehr, dass die ein Kontaktverbot für ihre einstige Liebe erwirkte. Doch davon ließ sich der wütende Ex-Partner nicht abhalten. Am 22. Mai 2017 drehte er völlig durch. Drei Stunden lang bombardierte er seine Ex mit Anrufen und Textnachrichten, allesamt mit beleidigendem Inhalt. Insgesamt 144 Stück. Nun hat eine Richterin in Hawaii entschieden, welche Strafe ihm dafür blüht.

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„Für jede Gemeinheit werden Sie ihr etwas Nettes schreiben“, urteilte Rhonda Loo laut „Maui News“ und stellte klar: „Keine Wiederholungen.“ Dazu kommen zwei Jahre auf Bewährung, 200 Stunden gemeinnützige Arbeit und umgerechnet 2000 Euro Strafe. Wer das jetzt hart findet, unterschätzt wahrscheinlich den Inhalt der Nachrichten.

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Der genaue Wortlaut wurde nicht bekannt. Allerdings muss er derart böse gewesen sein, dass er die Richterin zu folgender Aussage verleitete: „Ich weiß nicht, ob ich Ihre Finger abschneiden oder Ihnen das Handy wegnehmen sollte, um Sie am Schreiben zu hindern.“ Anscheinend hat das gesessen. Der Mann versprach, sich in Zukunft an das Kontaktverbot zu halten und sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.


In den sozialen Netzwerken wurde das Urteil kontrovers diskutiert. Ein User bezweifelte, dass man Menschen dazu zwingen könne nett zu sein und mutmaßte, der Richterspruch werde die Situation für die Ex-Freundin nur noch schlimmer machen.


Ein anderer fasste es so zusammen: „Ein Mann verletzt sein Kontaktverbot, um seiner Ex zu schreiben. Dann sagt ihm ein Richter, er müsse 144 nette Dinge über sie sagen. Also kann er zwei Tage damit verbringen, über ihre besten Qualitäten nachzudenken? Super Idee.“