Prozessauftakt: U-Bahn-Schubser vom Alex gesteht - und soll in Psychiatrie

Der 39-Jährige bei der Gewalttat im Juni im U-Bahnhof Alexanderplatz

Berlin. Igor B. ist psychisch krank und offenbar schwer einzuschätzen. Mehrfach attestierten Experten, dass er medikamentös eingestellt und deswegen nicht mehr gefährlich sei. Mehrfach irrten sie sich.

Seit Montag überprüft eine Moabiter Strafkammer, ob der 39-Jährige dauerhaft in den Maßregelvollzug (Gefängnispsychiatrie) eingewiesen werden muss. Es ist ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Igor B. beging im Zustand der Schuldunfähigkeit mehrere Gewaltstraftaten. Die schwerste ereignete sich am 11. Juni 2017 im U-Bahnhof Alexanderplatz.

Gegen 1.45 Uhr gab Igor B. einem arglosen Passanten auf einer U-Bahntreppe einen wuchtigen Stoß in den Rücken. Der 38-Jährige stürzte 14 Stufen herunter, stieß dabei mehrfach gegen ein Eisengeländer, erlitt eine schwere Kopfverletzung und zahlreiche Prellungen.

Angeklagter hat langes Strafregister

Igor B. wurde zwei Tage später festgenommen. Wie schon bei ähnlichen Fällen standen die Aufzeichnungen von Überwachungskameras zur Verfügung. Vor Gericht kann sich der kräftig wirkende Mann an die Tat auch noch erinnern. "Der ist mir ein bisschen nahe gekommen, da wurde ich aggressiv wegen der Drogen", sagte er.

Die anderen Taten spielten sich im Mai 2016 ab. Igor B. schlug mehrfach grundlos Passanten mit der Faust. Am 10. Juli 2016 lief er morgens nackt auf der Moabiter Turmstraße. Er habe ihn nur gemustert, sagte am Montag ein Zeuge. Das war für Igor B. Grund genug, zu versuchen, auf den 70-Jährigen einzuschlagen. Kurze Zeit darauf attackierte er ein älteres Eh...

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