Gerichtsprozess: 18-Jährige zur Prostitution gezwungen und verkauft

Alena K. (r. mit Anwalt) und Manfred L müssen sich wegen Zuhälterei, Menschenhandel und schwerer Erpressung verantworten

Berlin. Der juristische Terminus "Menschenhandel" erinnert an Sklaven, die im 16. Jahrhundert auf einem Markt stehen und verkauft werden. Gar nicht viel anders soll es auch bei der 18-jährigen Dominika R. gewesen sein. Laut Anklage ist sie gegen ihren Willen einfach verschachert worden, im Sommer 2010 in der Stadt Teplice (Tschechien).

Käufer sollen drei Russen gewesen sein, von denen nur die Vornamen bekannt sind: Ivan, Slava und Viktor. Den Deal abgeschlossen haben sollen der 58-jährige Manfred L. und die 50-jährige Alena K. Beide müssen sich seit Montag vor einer Moabiter Strafkammer wegen Zuhälterei, Menschenhandel und besonders schwerer Erpressung verantworten. Beide schweigen zu den Vorwürfen.

Anklage: Um sie leistungsfähiger zu machen, wurde ihr Crystal Meth gegeben

Den Ermittlungen zufolge nahmen die drei Russen Dominika R. damals sofort den Ausweis ab und brachten sie in ein Bordell unweit von Dresden. "Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, wurde ihr Crystal Meth verabreicht", heißt es im Anklagesatz. Als die damals 18-Jährige dennoch nicht genug verdiente, soll sie von den Russen mehrfach geschlagen und vergewaltigt worden sein.

Manfred L. und Alena K. sollen später mit den Russen vereinbart haben, dass Dominika R. künftig auch für sie arbeite, und sie sich den Gewinn teilen. Im Gegenzug habe Manfred L. für günstigere Geschäftsbedingungen sorgen sollen, da er über gute Kontakte ins Rotlichtmilieu verfüge.

Freier hilft ihr aus Martyrium

Dominika R. wehrte sich, versuchte mit ein...

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