Vor Gericht: La Liga will Mbappé-Vertrag auflösen lassen

Die spanische Fußball-Liga geht weiter gegen den französischen Top-Klub Paris Saint-Germain vor.

Nach einer offiziellen Beschwerde bei der UEFA im Juni jetzt auch mit juristisch Mitteln. La Liga forderte in einem Antrag beim Verwaltungsgericht in Paris die Auflösung des neuen PSG-Vertrags von Superstar Kylian Mbappé. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Ligue 1)

Dessen Verbleib in der französischen Hauptstadt war auch schon Auslöser für die Beschwerde bei der UEFA gewesen. Grund: La Liga sieht in dem neuen, millionenschweren Arbeitspapier des Nationalspielers eine Verletzung der nationalen und internationalen Financial-Fairplay-Regeln.

Mbappé war über ein Jahr hinweg von dem spanischen Top-Klub Real Madrid umworben worden, alles sah zu Beginn des Sommers nach einem ablösefreien Transfer aus.

Doch PSG überzeugte den Stürmer mit einem unfassbaren Angebot doch noch von einer erneuten Unterschrift - was La Liga, deren Präsident Javier Tebas zuvor mehrfach gegen PSG geschossen hatte, nicht akzeptieren wollte.

La Liga will auch vor internationale Gerichte ziehen

Der nun erfolgte Antrag vor einem französischen Gericht wurde von Juan Branco bestätigt, einem bekannten französischen Anwalt, der La Liga in der Angelegenheit vertritt. Dass das Gericht den Antrag noch am Freitag direkt abgelehnt hatte, sei erwartbar gewesen, sagte dieser der Nachrichtenagentur AFP.

Abgelehnt wurde der Antrag wegen mangelnder Dringlichkeit. Nun gehe es darum, ob ein entscheidungserheblicher Sachverhalt vorliege. Diese Einschätzung durch die Gerichtsbarkeit könne sich über die bevorstehende Saison hinauszögern.

„Unsere Schritte in Frankreich stoßen auf heftigen Wiederstand“, erklärte Branco. Sie seien aber nur der „erste Schritt, bevor wir an die europäischen Gerichte herantreten, innerhalb von ein paar Monaten.“

Das fordert Branco bei Mbappé im Detail

Im Detail habe La Liga die Aufhebung von „administrativen Entscheidungen“ bei der Absegnung des Mbappé-Vertrags durch die französische Professional Football League (LFP) gefordert.

Branco erklärte, PSG habe gegen die „Kriterien und Indikatoren“ der LFP und auch der DNCG (Organisation, die Finanzen im französischen Fußball überwacht, Anm.) verstoßen, wie sie auch die die UEFA vorgebe. Was zu einem direkten Nachteil für La Liga geführt habe.

Darüber hinaus warf er PSG vor, „verzerrte Bilanzen“ vorgelegt zu haben und Geld von Sponsoren zu beziehen, die mehr zahlen, als im Verhältnis üblich.




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