Gericht hebt Sperre gegen Juventus-Boss Agnelli auf

Gericht hebt Sperre gegen Juventus-Boss Agnelli auf

Ein Gericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat die Sperre gegen Juventus-Präsident Andrea Agnelli vorzeitig aufgehoben. Agnelli muss nun allerdings 100.000 Euro statt 20.000 Euro Bußgeld bezahlen. Zudem wird die Südkurve im Turiner Stadion beim ersten Heimspiel 2018 geschlossen bleiben, der Klub muss statt 300.000 Euro Strafe 600.000 Euro zahlen.
Agnelli war im September zu einer einjährigen Sperre verurteilt worden. Der 42-Jährige soll Kontakte zu Hooligans unterhalten haben, die angeblich Verbindungen zur Mafia hatten. Das Gericht bestätigte zudem das erstinstanzliche Urteil gegen den Vertriebsleiter des Vereins, Francesco Calvo. Gegen ihn war eine einjährige Sperre sowie ein Bußgeld von 20.000 Euro verhängt worden.
Das Juve-Management wurde verdächtigt, von 2011 bis 2016 Hooligans unter der Hand Eintrittskarten für Spiele beschafft zu haben. Damit soll nach Angaben des Verbandes auch der Schwarzhandel gefördert worden sein. Am 5. September war Agnelli als Nachfolger von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge zum Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA bestimmt worden.