Gerangel mit Sicherheitsmann: IOC-Mitglied Pengilly verlässt Olympische Spiele

Gerangel mit Sicherheitsmann: IOC-Mitglied Pengilly verlässt Olympische Spiele

Das britische IOC-Mitglied Adam Pengilly wird die Olympischen Spiele nach einem Zwischenfall mit einem Wachmann verlassen. Pengilly hatte sich eine Auseinandersetzung mit einem Sicherheitsmann geliefert, als er am Donnerstagmorgen das IOC-Hotel verließ.
Pengilly bestritt, dass er den Wachmann angegriffen habe. "Ich habe versucht, an dem Wachmann vorbeizukommen, als dieser sagte, ich solle in eine andere Richtung gehen", sagte Pengilly dem Branchendienst insidethegames. Der Wachmann soll sich dem IOC-Mitglied in den Weg gestellt und nach der Akkreditierung gefragt haben.
Im Anschluss, so Pengilly, habe er gehört, dass der Wachmann hingefallen sei und sich verletzt habe. "Zu keinem Zeitpunkt habe ich ihn angefasst", erklärte der Brite, der Selbstkritik übte, weil er sich nicht entschuldigt habe. 
Das IOC erklärte, dass es sich "für das Verhalten eines seiner Mitglieder entschuldigen" wolle und bedauerte den Vorfall, "der von Herrn Pengilly verursacht worden war". Nach einem Gespräch mit einem Beauftragten der IOC-Ethikkommission werde Pengilly die Spiele und Südkorea mit sofortiger Wirkung verlassen, erklärte ein IOC-Sprecher.
"Wir möchten uns noch einmal bei allen Behörden und Polizisten für ihre hervorragende Arbeit bedanken. Sie haben unseren Dank verdient. Herr Pengilly hat sich bei dem Sicherheitsmann entschuldigt", hieß es. Das IOC-Mandat des früheren Skeletonfahrers und zweimaligen Olympiateilnehmers endet ohnehin am 25. Februar.
Pengilly gehört zu den wenigen Gegnern von Präsident Thomas Bach im IOC. Vor den Olympischen Spielen in Rio hatte er als einziges Mitglied der Vollversammlung gegen Bachs Kurs in der russischen Doping-Krise gestimmt. Bei der IOC-Session vor den Spielen in Pyeongchang kritisierte der Brite die Entscheidung des IOC, eine Aufhebung der Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees Russlands vor der Abschlussfeier der Spiele in Aussicht zu stellen. 
Eine derartige öffentliche Entschuldigung hat es in den zahlreichen jüngsten Fällen von Fehlverhalten oder Korruption anderer Mitglieder seitens des IOC nicht gegeben.