Geplatzter Barca-Deal lässt Nizza-Profi "explodieren"

Jean Michael Seri vom OGC Nizza wirft dem Klub Wortbruch vor

Für Jean Michael Seri war eigentlich alles klar. In wenigen Tagen würde er den OGC Nizza verlassen und zum FC Barcelona wechseln.

Immerhin hatte er eine Ausstiegsklausel von 40 Millionen Euro und der FC Barcelona war bereit, diese Summe für den Mittelfeldspieler zu zahlen. Nach eigener Aussage hatte er sogar schon einen Fünfjahresvertrag aus Barcelona vorliegen.

Doch in der vergangenen Woche platzte "sein Traum", wie er den Wechsel zu Barca selbst bezeichnete.

Geschäftsführer widerspricht Präsident

Denn in der vergangenen Woche sagte Nizzas Geschäftsführer Julien Fournier: "Wir haben keinen Preis für Seri gesetzt." Und widersprach damit Nizzas Präsident Jean-Pierre Rivere, der im Mai mitteilte: "Sollte ein Klub für Jeri Michael Seri 40 Millionen Euro bieten, wird er uns verlassen." Nach Informationen der L'Equipe soll die Frist für einen 40-Millionen-Transfer Mitte Juli verstrichen sein.

Von diesem Rückzieher der Nizza-Verantwortlichen erfuhr Seri anscheinend aus den Medien und das nur einen Tag nach einem positiven Treffen mit Verantwortlichen des FC Barcelona - sehr zum Ärger Seris.

So berichtete er es zumindest der katalanischen Zeitung Mundo Deportivo: "Ich ging ins Büro um herauszufinden was los war. Ich explodierte! Die Wände wackelten."

"Haben ihr Wort nicht gehalten"

Der 26-Jährige warf den OGC-Verantwortlichen Wortbruch vor, da sie die Ausstiegsklausel einfach missachtet hätten. "Sie haben mir eine Sache versprochen, aber sie haben ihr Wort nicht gehalten und eine höhere Ablöse gefordert", so der Ivorer.

Der jedoch definitiv weg will. Auch die AS Roma habe schon mehrmals angefragt. Dieser Transfer sei jedoch aus finanziellen Gründen gescheitert. Er würde auch nach Paris, Liverpool oder zu "anderen europäischen Top-Klubs" wechseln.

Hoffnung auf Barca-Wechsel bleibt

Die Hoffnung auf einen Wechsel zu Barca hat Seri aber noch nicht aufgegeben: "Ich bleibe optimistisch und denke, dass es immer noch Möglichkeiten gibt, dass sich die beiden Klubs in Ruhe zusammensetzen und eine Einigung erzielen."