George Lucas mag "Star Wars" nicht mehr

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George Lucas mag "Star Wars" nicht mehr

"Star Wars"-Erfinder George Lucas ist unglücklich über das, was der Disney-Konzern aus seinen Ideen machte. Das verrät - ausgerechnet - die Biografie des aktuellen Disney-Chefs.

"Dann hätte er es halt nicht verkaufen sollen", werden Fans und Gegner der neuen unter der Ägide von Disney entstehenden "Star Wars"- Filme ihrem Vordenker und Erfinder George Lucas hinterherrufen. Die Biografie des Disney-Chefs Robert Iger ("The Ride of a Lifetime: Lessons Learned From 15 Years as CEO of The Walt Disney Company") enthüllt, dass der mittlerweile 75-jährige Lucas alles andere als glücklich mit dem war, was die Micky-Maus-Company aus seiner Weltraum-Saga machte: zu viel Retro und "Bedienen der Faninteressen", zu wenig Innovation - so lässt sich die teils auch schon öffentlich geäußerte Kritik von Lucas gegenüber den neuen "Star Wars"-Filmen zusammenfassen. Robert Igers Buch enthüllt auch, wie es zu der Divergenz zwischen Erfinder und "Fortsetzern" kam. Demnach habe Lucas beim Verkauf der Rechte sowohl Konzepte vorgelegt, wie es weitergehen könnte, als auch einen Beratervertrag unterschrieben - allerdings ohne ein von Disney zugesichertes Recht, dass diese Ideen und Ratschläge auch verwendet würden.

Lucas bemängelte schon zu Zeiten von "Star Wars: Das Erwachen der Macht", ein Film, der noch unter ihm begonnen, dann aber im Laufe der Dreharbeiten von Disney übernommen wurde, dass es darin "am Ende nichts Neues" gäbe. Laut Lucas sei es immer das Konzept von "Star Wars" gewesen, dass sich mit jedem Film neue Welten und Ideen eröffnen. Diese Vorgabe sei unter Disney nicht mehr verfolgt worden. Dem Magazin "Vanity Fair" sagte George Lucas damals: "Das Problem war letztlich, dass sie sich die Ideen anschauten und sagten: Wir wollen etwas für die Fans machen. Die Leute begreifen nicht, dass (Star Wars) eigentlich eine Soap-Opera ist und sich alles um Familienprobleme dreht - es geht nicht um Raumschiffe. Deshalb entschieden sie sich gegen die Geschichte, sie entschieden sich dafür, ihr eigenes Ding durchzuziehen und ich sagte: Okay."