Ein Geopolitik-Experte erklärt, wie Trump die Weltsicherheit verändert

Annette Dönisch
Trump

Donald Trump ist wankelmütig. Während seiner Kampagne drohte er noch, dass sich die USA aus der Nato zurückziehen würden. Mittlerweile bekennt er sich zu dem Verteidigungsbündnis. Doch sein Handeln bleibt unberechenbar. Der US-Präsident legt sich ungern fest. 

„Die neue US-Regierung ist unvorhersehbar“, sagt der Geopolitik-Experte Rodger Baker. Er arbeitet für Stratfor, einen amerikanischen Informationsdienst, der täglich Analysen zu globalen und regionalen Konflikten veröffentlicht. Für Business Insider schätzt er ein, wie sich die Weltsicherheitslage unter Trump verändert hat.

„Manche Staaten fragen sich, ob die US-Regierung eine langfristige Strategie hat“, sagt Baker. Auch die osteuropäischen Staaten sind unsicher. Zwar konnten sie Trump bei dem Gipfel in Polen vor einer Woche ihre Sicht auf Russland schildern: Die Staaten fühlen sich seit der Krim-Anexion durch die Großmacht wieder stärker bedroht. Doch Trump könnte gerade andere Prioritäten als die Sicherheit von Osteuropa haben.

Trump Putin G20

Der Nahe Osten könnte für Trump wichtiger sein

„Die Krise in Syrien zu beenden ist ein starkes Interesse der USA“, sagt Baker. „Die US-Regierung ist entschieden, dass sie dafür die Unterstützung Russlands braucht.“ Es könne sein, dass sich die USA erstmal nicht um die Sicherheits-Bedenken in Europa kümmert, um kurzfristig Erfolge mit Russland im Nahen Osten zu erzielen.

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