Genug Gas dank EU-Lieferungen

Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland ist der Versorgungsengpass nach Angaben von Präsident Petro Poroschenko überwunden. Präsident Petro Poroschenko sagte, die kritische Situation sei dank der Lieferungen aus der EU vorbei. Der Transit nach Europa sei zudem gesichert. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas nach Westeuropa.

In Kiew erklärte der ukrainische Staatschef: "Wir kriegen jetzt viel Gas aus der Europäischen Union, aus Polen, Ungarn und der Slowakei. Das Defizit ist quasi behoben."

Die Ukraine wollte im März erstmals seit zwei Jahren wieder Gas aus Russland zum Eigenverbrauch kaufen. Gazprom verweigerte die Lieferung mit der Begründung, es fehlten die nötigen Zusatzverträge.

Die Ukraine wollte im März erstmals seit zwei Jahren wieder Gas aus Russland zum Eigenverbrauch kaufen. Der russische Staatskonzern Gazprom verweigerte die Lieferung und überwies eine ukrainische Vorauszahlung zurück. Es fehlten die nötigen Zusatzverträge, argumentierte Gazprom. Die Führung in Kiew schloss deshalb am Freitag Kindergärten, Schulen und Hochschulen bis kommenden Mittwoch.

Wegen eisiger Wintertemperaturen verbraucht die Ukraine derzeit viel Gas.

Der Streit kommt kurz nach der Entscheidung eines Schiedsgerichts in Stockholm. Dieses hatte Gazprom zur Zahlung von umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro an den ukrainischen Staatskonzern Naftogaz verpflichtet. Russland habe weniger Gas durch das Nachbarland geleitet als vereinbart. Der Ukraine gab das Gericht auf, 2018 mindestens fünf Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas zu kaufen. Gazprom sieht sich vom Gericht übervorteilt und hatte am Freitag angekündigt, die noch bis Ende 2019 geltenden Verträge mit Naftogaz aufzulösen.