Gentner ohne Erinnerung an Horror-Foul von Casteels

Martin Quast
Christian Gentner kann sich nicht an den Zusammenprall mit Koen Casteels nicht erinnern

Christian Gentner meldet sich zurück. Nach seiner Verletzungspause befindet sich der Kapitän des VfB Stuttgart im Aufbautraining. Im SPORT1-Interview hat er nun über das Horror-Foul von Koen Casteels gesprochen und offenbart überraschende Details.

"Das sind Schockmomente, daher hab ich auch gar keine Erinnerung daran. Ich kann mich erst wieder daran erinnern, als ich im Krankenhaus an einer Platzwunde genäht wurde", sagte Gentner, der sich die Situation im Nachhinein nochmal anschauen musste.

"Ich bin da nicht allzu empfindlich, ich habe die Szene mehrmals gesehen. Es ist sehr unglücklich gelaufen, aber das sind nur ein paar Knochen, die gebrochen sind und die werden auch wieder heilen", so der 32-Jährige.

Comeback-Termin noch fraglich

Casteels machte Gentner aber keine Vorwürfe: "Der Torhüter geht ein Risiko ein, ich unterstelle Casteels aber keine Absicht. Es ist ein Foulspiel und Elfmeter."

Bei dem Zusammenprall mit dem Wolfsburger hatte sich Gentner am 3. Spieltag mehrere Knochenbrüche im Gesicht zugezogen und war mehrmals operiert worden.

An Langzeitschäden habe er trotz der Diagnose aber nie gedacht: "Natürlich hatte ich Schmerzen. Es war aber nie so, dass ich Angst hatte, dass was bei mir zurückbleibt. Ich habe schnell gemerkt, dass es mir vom Kopf her relativ gut geht."

Die Partie des VfB gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal (ab 18:30 Uhr im LIVETICKER) wird Gentner aber erneut nur als Zuschauer verfolgen. Wann der Stuttgarter wieder auf dem Platz stehen kann, ist weiter unklar. 

"Der Heilungsprozess ist nach wie vor gut. Ich komme Stück für Stück näher an die Mannschaft ran und kann schon sehr, sehr viel wieder machen. Ich wünsche es mir bald, aber wir werden uns keinen Druck machen", erklärte Gentner.