Gensheimer ruft Kollegen in Coronazeiten zum Gehaltsverzicht auf

SID
·Lesedauer: 1 Min.

In der anhaltenden Coronakrise hat sich Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer im Kampf ums Überleben der Handball-Bundesliga für einen Gehaltsverzicht der Profis ausgesprochen. "Jeder Spieler weiß, das Geld fehlt, wir müssen alle einen Teil zum Überleben der Bundesliga beitragen. Ich verzichte zwar nicht gerne auf Gehalt, aber wenn wir 2021 noch einen Arbeitgeber haben wollen, müssen wir jetzt helfen", sagte der 34-Jährige von den Rhein-Neckar Löwen dem Nachrichtenmagazin Focus.

Bei den Löwen würden jedenfalls offene Gespräche mit der Geschäftsführung geführt. Die Spieler wüssten deshalb um die ausbleibenden Gelder von Sponsoren, die in der Krise Probleme haben. Die Liga verzeichnet angeblich Umsatzeinbußen von 25 Millionen Euro.

Zu schaffen machen Gensheimer auch die strengen Hygienevorschriften. "Man muss halt immer und überall aufpassen, damit man sich nicht ansteckt. Das Teamgefühl geht schon sehr verloren", sagte der Weltklasse-Linksaußen, "in der Umkleide sind nicht mehr alle Spieler zusammen, sondern wir sind auf viele Kabinen verteilt. Die Kameradschaft leidet extrem, und gerade die macht Handball aus."