Genfer Autosalon: Werden Dieselautos bald ausgebremst?

Der Genfer Autosalon läuft auf Hochtouren. 10.000 akkreditierte Medienvertreter, 180 Hersteller, neue Fahrzeuge von denen viele Hybrid-Kraftwerke - also mit Elektro- und Benzinantrieb ausgestattet - sind. Aber noch immer schwebt eine eine Dieselwolke über dem gesamten Autosektor. Große Neuigkeiten gab es vom Fahrzeughersteller Toyota, der ab sofort keine Dieselfahrzeuge mehr in Europa verkaufen wird.

Die möglichen Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Städten hatten bereits im Vorfeld des Genfer Autosalons für Diskussionen in der Autoindustrie gesorgt.

Matthew Harrison,Vizepräsident von Toyota Sales & Marketing Europa erklärt den Schritt des Toyota-Konzerns: "Wir sehen, dass in den vergangenen 12-18 Monaten der Druck auf Dieselfahrzeuge erhöht wurde. Wir sehen, dass die Kosten für Transaktionen mit Dieselautos steigen, während es für Hybridfahrzeuge umgekehrt ist. Für uns ist der Hybridsektor derzeit rentabler als der Dieselsektor."

Auch Volkswagen setzt zukünftig auf saubere und effizientere Fahrzeuge, inzwischen hat der Konzern acht Elektromodelle und Plug-In-Hybride auf dem Markt. 11 weitere sind für 2018 geplant, darunter der Audi-SUV Q6 e-tron mit 500 Kilometern Reichweite. Mit Wechselprämien müsse man nun ältere Fahrzeuge schnell von der Straße holen und damit zur Verbesserung der Luftqualität in Städten beitragen, sagte Konzernchef Matthias Müller.

" Ich bin fest davon überzeugt, dass Diesel eine Renaissance erleben wird. Und wie Sie es richtig sagen, haben, wir sind in den nächsten 10-15 Jahren auf eine Ko-existenz sauberer Verbrennungsmotoren mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen angewiesen" , sagte Müller weiter.

VW war zuletzt wegen des Abgas-Skandals nicht aus den Negativschlagzeilen gekommen. Trotzdem gelang es dem Autobauer, im Januar einen Verkaufszuwachs von 7,2 Prozent zu erzielen.

Vorreiter in Sachen Elektroautos ist der französisch-japanische Konzern Renault-Nissan. Jedes zweite elektrisch angetriebene Auto weltweit stammt Renault-Nissan. Staatliche Kaufprämien wie beispielsweise in Frankreich könnte die Nachfrage weiter ankurbeln.