Generation Parkland

Sebastian Christ
Überlebende der Schießerei an der US-Highschool in Parkland, darunter Tyra Hemans (Mitte, links) and Emma Gonzalez (Mitte, rechts)

In den USA wird gerade eine neue Generation erwachsen.

Manch ein Erwachsener mag immer noch glauben, dass diese Jugendlichen „handysüchtig“ seien, unter sozialer Vereinsamung litten und überhaupt eine viel zu kurze Aufmerksamkeitsspanne hätten. Das könnte ein epochaler Irrtum werden.

Denn wie viel politische Veränderungskraft in diesen jungen Leuten steckt, zeigt sich derzeit in der Auseinandersetzung zwischen den Überlebenden des Parkland-Massakers in Florida und der Waffenlobby um die National Rifle Association (NRA).

Jahrzehntelang kämpften liberale Politiker im ganzen Land gegen die US-Waffenlobby an. Präsident Barack Obama brach im Januar 2016 bei der Vorstellung einer neuen Initiative zur Verschärfung des Waffenrechts sogar in Tränen aus.

Er ahnte, wie sinnlos sein Vorhaben sein würde.

Barack Obama mit Tränen in den Augen während einer Pressekonferenz im Januar 2016

Mehr Schusswaffenopfer als US-Gefallene in allen Kriegen des 20. Jahrhunderts  

Die Teenager aus Parkland wurden zu Opfern der politischen Ignoranz in den Vereinigten Staaten. Sie wuchsen in einer Welt auf, in der sich die Erwachsenen nicht um tatsächliche Missstände kümmerten, sondern sich in ideologischen Gefechten verhakten. Und so haben sie eine Welt geerbt, gegen die es sich zu rebellieren lohnt.

Jedes Jahr kommen in den USA 30.000 Menschen durch Waffengewalt ums Leben. Seit dem Columbine-Massaker von 1999, einem der ersten verheerenden Amokläufe an einer amerikanischen Highschool, kamen mehr US-Bürger durch Schussverletzungen ums Leben als in allen amerikanischen Kriegen des 20. Jahrhunderts zusammen.

Insgesamt 187.000 Schüler wurden in den vergangenen 19 Jahren Zeugen von Schießereien an ihrer Schule. Etwa 10.000 pro Jahr also.

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