Generalstaatsanwalt übernimmt, eine Verhaftung im nächsten Umfeld des Attentäters

Staatsanwalt Francois Molins, der die Ermittlungen leitet, sagte bei einer Pressekonferenz in Carcassone, zuerst konzentrieren sich die Ermittlungen auf das Umfeld des Täters, woher seine Waffe stamme und wie er an sie herangekommen sei.

Zumindest hat es eine Verhaftung gegeben: eine Person aus dem nächsten Umfeld des Täters sei verhaftet worden. Der Marokkaner sei bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten und wurde zwei Mal zu Gefängnis verurteilt, einmal wegen Waffenbesitzes, einmal wegen Drogenkonsums. 2016 habe er wegen seiner Kontakte in die salafistische Szene auch unter Überwachung gestanden, allerdings hätte es keine Hinweise auf eine massive Radikalisierung oder mögliche Anschlagsvorbereitungen gegeben.

Francois Molins:

"Wegen seiner Radikalisierung und seiner Verbindungen zur salafistischen Bewegung wurde er in der Kategoerie S bei den überwachenden Behörden geführt. Seine Überwachung in den Jahren 2016 und 17 hat keine Anzeichen dafür erbracht, dass er einen Anschlag verüben könnte."

Bevor der Attentäter selbst bei der Erstürmung des Supermarktes durch Sondereinheiten der Polizei starb, forderte er noch die Freilassung des einzigen überlebenden Attentäters der Anschläge von Paris vom November 2015, als 130 Menschen starben. Der islamistische Hintergrund wurde inzwischen auch von Molins bestätigt:

""Der Angreifer betrat den Supermarkt und rief "Allahu Akbar". Er sagte weiter, er sei ein Soldat des islamischen Staates und bereit, für Syrien zu sterben"