Das ist der General, der Deutsche und Afghanen aus Kabul rausbringen soll

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Das usbekische Taschkent dient der Bundeswehr als vorgeschobene Basis. Dorthin werden die evakuierten Menschen aus Kabul geflogen
Das usbekische Taschkent dient der Bundeswehr als vorgeschobene Basis. Dorthin werden die evakuierten Menschen aus Kabul geflogen

Es ist einer der heikelsten Einsätze in der Geschichte der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte entsenden Flugzeuge und Soldaten, um deutsche Botschaftsmitarbeiter und afghanische Ortskräfte vom belagerten Flughafen von Kabul in Sicherheit zu bringen. Geleitet wird der Einsatz von Brigadegeneral Jens Arlt.

Es ist ein Mann mit Erfahrung. Laut seinem Lebenslauf trat er 1989 in die Bundeswehr ein, leistete seinen Grundwehrdienst und absolvierte anschließend bis 1994 seine Offiziersausbildung bei der Panzeraufklärungstruppe. Von 1998 bis 2002 diente er bei der Spezialeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK), die nun auch in Kabul mit einigen Soldaten den Evakuierungseinsatz begleiten. Anschließend folgte der Generalstabslehrgang und verschiedene Verwendungen im Bundesverteidigungsministerium, von 2009 bis 2011 kehrte er zum KSK zurück, diesmal als Kommandeur.

Brigadegeneral Jens Arlt
Brigadegeneral Jens Arlt

Nach weiteren Stationen im Ministerium und beim I. Deutsch-Niederländischen Corps in Münster wurde er im April 2020 zum Kommandeur der Luftlandebrigade 1 in Saarlouis befördert. Kurz darauf erfolgte auch die Ernennung zum Brigadegeneral.

Erfahrung sammelte Arlt auch in mehreren Auslandseinsätzen. Neben Afghanistan diente er in Bosnien und Herzegowina sowie im Kosovo. Soldaten, die mit ihm zusammengearbeitet haben, beschreiben ihn als "führungsstark". In seiner Dienstzeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold und die Meritorius Service Medal der USA. Meistert er den aktuellen Einsatz in Kabul, könnten weitere Orden hinzukommen.

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