Gemälde von Chagall zu Rekordpreis versteigert

Weltrekord bei Auktion in New York

Das Gemälde "Les Amoureux" von Marc Chagall ist in New York zum Rekordpreis von 28,5 Millionen Dollar (24,1 Millionen Euro) versteigert worden. Wie das Auktionshaus Sotheby's am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich um den höchsten Preis, der je für ein Werk des russisch-französischen Malers erzielt wurde.

Die Erwartungen von Sotheby's wurden damit weit übertroffen. Das Unternehmen hatte mit einem Verkaufspreis von zwölf bis 18 Millionen Dollar für das Ölgemälde von 1928 gerechnet. Der vorherige Rekordpreis für einen Chagall lag bei 14,9 Millionen Dollar - für diesen Preis wurde im Mai 1990 das Ölgemälde "Anniversaire" von 1923 in New York verkauft.

Das hitzige Bietergefecht um "Les Amoureux" dauerte mehr als zehn Minuten und spielte sich zwischen drei sehr entschlossenen Interessenten ab. Nach Angaben der "New York Times" setzte sich ein anonymer Bieter durch, der von der Leiterin der Sotheby's-Niederlassung in Moskau repräsentiert wurde.

Bei "Les Amoureux" handelt es sich um eines der bedeutsamsten Chagall-Werke, das bislang auf den freien Markt kam. In den vergangenen fast 90 Jahren war das Bild im Besitz ein und derselben Familie geblieben. Das Werk schuf Chagall in einer besonders glücklichen Phase seines Lebens. Es zeigt ihn zusammen mit seiner Muse und ersten Ehefrau Bella Rosenfeld als Verliebte.