Geldzahlungen könnten nach Ansicht vieler Deutscher Impfkampagne beschleunigen

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Impfaktion in einem Berliner Nahverkehrszug (AFP/Tobias Schwarz)

Geldzahlungen oder Gutscheine könnten nach Ansicht von fast zwei Dritteln der Deutschen die lahmende Impfkampagne ankurbeln. Laut einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Yougov-Umfrage für den Lotterievermittler Lotto24 sind 61 Prozent der Befragten überzeugt, dass Geld oder Gratisleistungen dabei helfen können, Menschen für eine Corona-Impfung zu gewinnen. Mit 24 Prozent hält demnach ein Viertel bis zu 25 Euro für ausreichend, ein Fünftel oder 19 Prozent bis zu 50 Euro.

Neun Prozent der Befragten und damit fast jeder Zehnte fände aber auch mehr als 500 Euro "angemessen", wie Lotto24 weiter mitteilte. Ebenfalls etwa zehn Prozent gaben demnach an, dass sie sich mangels eines konkreten persönlichen Anreizes selbst noch nicht hätten impfen lassen. Insgesamt waren allerdings 75 Prozent der Befragten schon geimpft. Weitere 14 Prozent lehnten eine Corona-Schutzimpfung ab.

Sozialer Druck spielte laut Befragung nur für etwa jeden zehnten Geimpften eine Rolle bei der Entscheidung. 72 Prozent gaben an, sich wollten sich durch eine Immunisierung selbst vor schweren Krankheitsverläufen schützen. 62 Prozent waren dadurch motiviert, ihr persönliches Umfeld zu schützen. 61 Prozent wollten nach eigenen Angaben auch einen Beitrag zur Pandemiebewältigung leisten.

Bei den Fragen nach der Motivation waren auch mehrfache Antworten möglich. Von den Impfgegnern oder Unentschlossenen gab mit 46 Prozent knapp die Hälfte an, für sich selbst keinen Nutzen in einer Impfung zu sehen. 79 Prozent äußerten laut Lotto24, kein Vertrauen in die Impfstoffe zu haben.

bro/cfm

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