Zur Geldstrafe verurteilt: Betrug – 54-Jährige zahlte Rechnungen des Online-Shops nicht

Es wurde darauf verzichtet, die Geschädigte als Zeugin zu hören.

Wegen fünffachen Betrugs hat das Kölner Amtsgericht am Montag eine 54-jährige Frau zu einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Außerdem muss sie rund 825 Euro als Ersatz für die Waren zahlen, die sie in einem Online-Shop bestellt und nach der Lieferung nicht bezahlt hatte.

Angeklagte stellte sich als Opfer dar

Während der Verhandlung hatte sie vergeblich versucht, es so darzustellen, als ob sie jemand anders dafür benutzt hätte, den Betrug zu begehen. Doch am Ende sagte sie schicksalsergeben zum Urteil: „Ich akzeptiere das.“

Wenn ihre Angaben stimmen, kann es schwerlich an mangelnder Ausbildung liegen, dass sie finanziell nur knapp über die Runden kommt. Drei Lehren habe sie absolviert, sagte sie; nach kurzzeitiger Arbeitslosigkeit werde sie nun wieder in einer Spielhalle als Aufsicht arbeiten, für höchstens 1300 Euro netto im Monat.

LED-Fernseher und Staubsauger

Im Mai 2016 bestellte sie binnen einer Woche mehrmals Waren im Internet, unter anderem einen LED-Fernseher für 299 Euro, einen Staubsauger im Wert von 149 Euro und mehrere Webteppiche. Den falschen Namen, den sie angegeben hatte, brachte sie am Klingelschild in dem Mietshaus in Heimerdorf an, in dem sie wohnt.

Angebliche „Sammelbestellung“

Nach ihrer Darstellung hatte sie die „Sammelbestellung“ im Auftrag einer Frau aus Mannheim aufgegeben; diese habe die Rechnungen nach Erhalt der weitergeschickten Ware begleichen wollen, es aber offenbar nicht getan.

Doch bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei in der Wohnung in Heimersdorf einige der unbezahlten Sachen. Was vor allem gegen die Behauptung der Angeklagten sprach, sie habe im Namen einer fremden Frau gehandelt: Zu den sichergestellten Waren gehörte ein Schmuckanhänger, der in Form des Buchstabens gebildet ist, mit dem der Vorname der 54-Jährigen anfängt. (cs)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta