Geldautomaten gesprengt: Angeklagte der „Audi-Bande“ legen im Prozess Geständnis ab

Die beiden Angeklagten erwartet eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Jahren.

Die Angeklagten im Prozess um die Sprengung von Geldautomaten in der Region haben vor dem Kölner Landgericht am Donnerstag Geständnisse abgelegt.

Halid T. (31) und Karim C. (22) ließen von ihren Verteidigern schriftliche Erklärungen verlesen und räumten einen Großteil der ihnen von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Taten ein. Die angeklagten Niederländer gaben zu, zwischen Oktober und Dezember 2016 vier Geldautomaten in Leverkusen-Opladen, Bonn und Düren gesprengt zu haben.

Freiheitsstrafe von bis zu sechs Jahren

In Köln-Riehl war es am 9. Dezember des vergangenen Jahres beim Versuch geblieben, auch diese Tat räumten die Männer ein, denen zudem schwerer Bandendiebstahl zur Last gelegt wird.

Die Geständnisse sind die Folge eines Rechtsgesprächs, das am 16. Juni nach Verlesung der Anklage stattfand. Der daraus folgende Vorschlag des Vorsitzenden Richters Harald Helmes, dem die Angeklagten am Donnerstag zustimmten: Sofern Halid T. und Karim C. umfängliche und glaubhafte Geständnisse ablegen, erwartet sie eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Jahren. Das Mindeststrafmaß liegt bei fünf Jahren und drei Monaten. Durch die Zustimmung zum richterlichen Vorschlag kann die Beweisaufnahme abgekürzt werden, auch die Strafe fällt im Gegenzug milder aus.

Mit der Beute im Mietwagen zurück in die Niederlande

Bei den Taten, so verlas C.s Verteidiger Ingmar Rosentreter schließlich, seien die Angeklagten stets gleich vorgegangen: Mit einem Mietwagen reisten sie aus den Niederlanden nach Frechen, wo sie eine Garage für ihr Tatwerkzeug gemietet hatten. Dort zogen sie sich um und fuhren mit einem Audi zur Bank.

Ein in die Automaten eingeleitetes Gasgemisch entzündeten sie, damit es zur Sprengung kam. So schnell es ging räumten sie die Geldkassetten leer und fuhren zurück nach Frechen. Mit der Beute ging es im Mietwagen wieder zurück in die Niederlande. Das gestohlene Geld beziffert die Anklage auf rund 572 000 Euro, eine Zahl, die nach Aussage von Karim C. in etwa hinkommt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta