Wieder Geld für Heroes: Deutsch-britischer Shopaufkäufer kassiert 170 Millionen

·Lesedauer: 2 Min.
Die Hamburger Zwillinge Alessio und Ricardo Bruni verdienen Geld, indem sie erfolgreiche Amazon-Shops kaufen und optimieren.
Die Hamburger Zwillinge Alessio und Ricardo Bruni verdienen Geld, indem sie erfolgreiche Amazon-Shops kaufen und optimieren.

Auf dem europäischen Markt bedeutet der Deal eines der größten Investments in der Branche: Das Londoner Startup Heroes bekommt eine knapp 170 Millionen Euro (200 Millionen Dollar) starke Finanzspritze aus den USA. Eine beachtliche Summe angesichts der Tatsache, dass die drei Hamburger Brüder Alessio, Riccardo und Giancarlo Bruni das E-Commerce-Unternehmen erst im vergangenen Jahr gegründet haben.

Die Fremdfinanzierung kommt von Crayhill Capital Management aus New York und soll laut Unternehmen in erster Linie Kredite für die Erweiterung des Portfolios gewähren, also die Akquise neuer Shops ermöglichen. Zudem plant Heroes, bis Ende des Jahres eine Verdoppelung seines 70 Mitarbeiter starken Teams, sowie weitere Expansion in Amerika, in den asiatischen Markt und in Europa.

Heroes Strategie basiert auf dem Aufkauf von erfolgreichen Amazon-Shops, die das Unternehmen dann eigenständig betreibt, optimiert und anschließend skaliert. Bereits im November 2020 sammelte das Startup dafür 55 Millionen Euro ein. In Europa ist einer der direkten Konkurrenten das in Berlin ansässige Startup Razor, das sich zuletzt im Mai dieses Jahres 333 Millionen Euro sicherte. Die nächstgrößere Summe kassierte das Berliner Startup Stryze, das im März dieses Jahres 100 Millionen erzielte. In Europa gibt es noch einige weitere hochfinanzierte Startups, die momentan versuchen, auf demselben lukrativen Geschäftsmodell Erfolg zu erzielen.

Sextoys derzeit besonders gefragt

Deren Vorbild kommt aus den USA: Amazon-Shop-Käufer Thrasio aus Boston wurde innerhalb kürzester Zeit zum Unicorn und stachelte damit das Interesse in der europäischen Gründerszene an. Was macht Heroes für Investoren so attraktiv? „Die Verkäufer, die wir übernehmen, verdienen unseren allergrößten Respekt“, meint Riccardo Bruni.

„Denn sie sind echte Gründer. Sie haben ihren Schweiß und ihr Blut in die Entwicklung und den Verkauf ihrer Produkte einfließen lassen und verkaufen uns dann sprichwörtlich ihr Baby. Diesen Prozess kann man nicht automatisieren.“ Pandemie-bedingt, so Riccardo Bruni, boome derzeit der Verkauf von Sextoys und von Produkten für Hunde. „Manchmal,“ lacht Ricardo, „sind es auch eher die unüblichen Kategorien, die zum Bestseller werden.“

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.