Geld, Anerkennung oder Sicherheit? Was Arbeitnehmern wirklich wichtig ist

Klassische Karriereversprechen gehen an den Bedürfnissen vieler Facharbeiter vorbei. (Bild: ddp)

Akademiker und Fachkräfte mit Berufsausbildung setzen bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes völlig andere Prioritäten, belegt eine aktuelle Untersuchung. Lesen Sie hier, was bei wem gut ankommt und mit welchen Versprechen Unternehmen floppen.

Genau 2042 Fachkräfte mit Berufsausbildung haben die Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern befragt um herauszufinden, mit welchen Aspekten zukünftige Arbeitgeber bei ihnen punkten können. Das erste Ergebnis: Akademiker springen auf ganz andere Versprechen in Stellenanzeigen an als Fachkräfte.

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Das sind die Punkte, die bei Absolventen einer Hochschule immer ziehen: Die Arbeit soll spannend sein und genug Raum bieten, um sich selbst zu verwirklichen. Der Betrieb sollte gute Aufstiegschancen bieten und die Arbeit überdurchschnittlich gut bezahlen, auch Überstunden sollen bezahlt werden. Ein extra Plus haben Firmen, deren Wurzeln in Deutschland liegen und die moderne Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Dazu wird ein gewisses Engagement für die Umwelt oder soziale Zwecke erwartet.

Allesamt Dinge, die für Fachkräfte bei der Berufswahl eine eher untergeordnete Rolle spielen. Laut der “Employer Branding Studie 2017” des Portals „meinestadt.de.“ ist ihnen vor allem ein Punkt wichtig: Sicherheit. Als sehr wichtiges Kriterium nannten 64 Prozent der Fachkräfte einen sicheren Arbeitsplatz, 60 Prozent eine pünktliche Gehaltszahlung und 40 Prozent geregelte Arbeitszeiten.

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Zudem haben es die Facharbeiter lieber harmonisch. Eine gute Beziehung zu Vorgesetzten und Kollegen ist ihnen wichtiger als ein hohes Gehalt und gute Aufstiegschancen. Sie legen Wert auf einen guten Ruf ihres Arbeitgebers und darauf, dass er sich in der Nähe ihres Wohnortes befindet. Sofern ihnen der Betrieb gute Arbeitswerkzeuge, einen guten Arbeitsschutz und eine gute Arbeitssicherheit bietet, kann die Arbeit an sich dann auch gerne mal etwas langweiliger sein.