"Geisterrennen" wegen CoViD-19: Bahrain unter Ausschluss der Öffentlichkeit!

Christian Nimmervoll

Nächste Hiobsbotschaft für die Formel 1 in Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie: Nachdem die Regierung in Rom am Samstag ein Dekret erlassen hat, dass weite Teile Norditaliens unter Androhung von Gefängnisstrafe unter Quarantäne stellt (darunter auch Maranello, den Sitz des Ferrari-Teams), ergreift nun der Veranstalter des Grand Prix von Bahrain eine drastische Maßnahme.

Bereits am 6. März hat der lokale Promoter den Ticketverkauf eingestellt. Nun hat das Königshaus in Bahrain entschieden, dass der Grand Prix am 22. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden muss - als "participant-only event", wie es in der offiziellen Erklärung formuliert wird.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es in der Erklärung. Es sei aber "in der aktuellen Situation nicht das Richtige", zehntausende internationale Reisende auf engstem Raum zusammenkommen zu lassen.

Um den Schaden für den Sport und dessen Fans zu minimieren, werde man das Rennwochenende aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden lassen. Eine Live-Übertragung in diversen TV-Stationen wird es ebenfalls geben.

"Wir wissen, wie enttäuschend diese Nachricht ist, besonders für jene, die eine Reise zu unserer Veranstaltung geplant hatten, die in den vergangenen Jahren ein Eckpfeiler des internationalen Formel-1-Kalenders geworden ist. Aber Sicherheit muss an oberster Stelle stehen", heißt es in der Erklärung des Veranstalters.

Ob neben den Formel-1-Teams und TV-Stationen auch schreibende Medienvertreter zugelassen werden, entzieht sich derzeit noch unserer Kenntnis.

Übrigens: 2011 musste der Grand Prix von Bahrain, damals als Saisonauftakt geplant, komplett abgesagt werden. Grund waren die Aufstände des "Arabischen Frühlings" und die damit verbundenen politischen Unruhen im Königreich.

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Mit Bildmaterial von LAT.