Gehirnerschütterung? Brady schweigt zu Schummel-Vorwurf

Tom Brady geht in seine 17. Saison mit den New England Patriots

Schon in der Vorsaison geisterte das Gerücht durch die NFL, dass Patriots-Quarterback Tom Brady trotz einer Gehirnerschütterung nicht pausiert hatte, wie es die Liga-Statuten vorschreiben.

Auf einer Pressekonferenz auf den Sachverhalt angesprochen, verweigerte der fünffache Super-Bowl-Champion schlichtweg eine Antwort - und ließ damit jede Menge Raum für Spekulationen.

Brady weicht aus, Bündchen verplappert sich

"Ich will mich nicht mit Dingen beschäftigen, die hinter mir liegen. Ich konzentriere mich auf die anstehende Saison, darauf, was ich verbessern und woran ich arbeiten muss", wich der Mega-Star aus. "Andere Menschen können sich Sorgen um meine Vergangenheit machen, meine Frau, meine Eltern oder meine Schwestern."

Ausgerechnet Bradys Ehefrau Gisele Bündchen war es auch, die im Frühjahr den Spekulationen um eine Verletzung des Patriots-Spielmachers neues Futter gegeben hatte. In einem Interview "CBS This Morning" verriet das brasilianische Super-Model: "Er hatte eine Gehirnerschütterung letztes Jahr. Er hatte Gehirnerschütterungen in fast jedem Jahr."

"Gebe dem Spiel alles, was ich zu geben habe"

Die Patriots hatten ihren Superstar allerdings zu keinem Zeitpunkt der Spielzeit 16/17 mit einer Gehirnerschütterung gelistet. Laut Stats Pass hatte Brady offiziell noch nie eine Kopfverletzung - das steht im Gegensatz zu Bündchens Aussagen.

Eigentlich erfordert die NFL, dass "signifikante oder nennenswerte" Verletzungen vermeldet werden, unabhängig davon, ob ein Spieler bei Partien aussetzen muss. Es wäre also ein Verstoß gegen die Regeln gewesen, wenn Brady nach einer Gehirnerschütterung gespielt hätte.

Auf der Pressekonferenz bezog der 40-Jährige zu diesen Vorwürfen keine Stellung: "Ich tue mein Bestes, um mich optimal vorzubereiten - geistig und körperlich - und ich gebe dem Spiel alles, was ich zu geben habe", antwortete Brady.