Geheimtipps in Hamburg: 12 Orte, die Sie kennen sollten

Die MOPO verrät Ihnen Stationen, die nicht jeder Touri-Bus anfährt.

Klar, es gibt diese Hamburg-Standards, die Touristen gern machen: Hafenrundfahrt, Fischmarkt, mittlerweile Elbphilharmonie. Irgendwann haben auch Hamburger die mal durch. Die MOPO gibt jetzt mal ein paar Tipps für Orte, die nicht jeder auf dem Zettel hat. Vielleicht ist ja auch etwas Überraschendes für Sie dabei – ein Ausflug lohnt sich in jedem Fall. 

Eine romantische Burg mitten in Hamburg

Kaum zu glauben, aber sogar eine waschechte Burg (siehe Foto oben) befindet sich auf Hamburger Stadtgebiet, am Marienhof 8 in Poppenbüttel, um genau zu sein – direkt am Alsterlauf. Für die einen ist es „die wahrscheinlich kleinste Burg der Welt“ – der Poppenbüttler Gutsbesitzer Albert Henneberg hat sie 1887 im Maßstab 1:4 als Kopie einer gleichnamigen Burg in Thüringen errichten lassen.

Die heutigen Besitzer nennen die Burg liebevoll ihr „Alsterschlösschen“. Das zwischenzeitlich arg verwilderte Gebäude wurde 2014 von einem Pärchen gekauft. Da man hier weder wohnen noch Gewerbe treiben darf, sind die beiden dazu übergegangen, Künstler hier auftreten zu lassen, die in die Magie des Ortes verliebt sind. Finanziert wird das Ganze über Spenden der Gäste – Eintrittsgelder werden keine erhoben.

Zeitreise ins 17. Jahrhundert: Die Krameramtsstuben

Unterhalb des Michels am Krayenkamp liegen die Krameramtsstuben. Ursprünglich wurden diese als Wohnungen für Witwen vom „Krameramt“ (Kleinhändlerzunft) genutzt. Heute bilden sie die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts in Hamburg und beherbergen vor allem kleine Läden, Galerien, Restaurants und eine Museumswohnung. 

Das Ensemble vermittelt einen guten Eindruck davon, wie einst Gängeviertel die Hamburger Innenstadt prägten – bevor diese dem Großen Brand zum Opfer fielen oder abgerissen wurden. Typisch für die damalige Bauweise sind die vorkragenden oberen Stockwerke, die gedreht gemauerten Schornsteine und die Holzgestelle vor den Fenstern („Ricken“), auf denen Wäsche getrocknet wurde.

Besuch in der unterirdischen Welt der Toten: Die Michel-Krypta

Direkt unter der Hauptkirche St. Michaelis befindet sich die Ehrfurcht einflößende Gruftanlage. Nachdem 1750 ein Blitzschlag die Kirche komplett zerstört hatte, suchte der findige Pastor nach einer Möglichkeit, den Wiederaufbau zu finanzieren. Da kam ihm folgende Idee: Der Verkauf von Grabstätten in einer neu zu errichtenden Krypta sollte den Großteil des Geldes einbringen.

Das Modell wurde bei den reichen Bürgern Hamburgs zu einem wahren Erfolgskonzept – bis 1813 unter französischer Herrschaft Bestattungen in der Stadt verboten wurden, fanden knapp 2500 Verstorbene hier ihre letzte Ruhe. Im Zweiten Weltkrieg diente die Krypta als Luftschutzbunker. Heute ist sie einer der außergewöhnlichsten Veranstaltungsorte der Stadt und kann für verschiedene Events gemietet werden.

Urlaubs-Feeling im Treppenviertel

Wer noch nie dort war, mag gar nicht glauben, dass das Blankeneser Treppenviertel wirklich in Hamburg liegt. Bei schönem Wetter fühlt man sich eher wie in einem schnuckeligen Mittelmeerörtchen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo