Geheimakten offenbaren einen völlig neuen Blick auf Bin Ladens Hass auf den Westen

Business Insider Deutschland
Die CIA hat Tausende Akten über Osama bin Laden freigegeben

Kurz bevor Osama Bin Laden am 2. Mai 2011 von US-Spezialeinheiten getötet wurde, notierte er etwas in seinem persönlichen Tagebuch: Eine Sommerreise nach Großbritannien und ein Besuch bei Shakespeares Geburtstort habe ihn als Teenager überzeugt, dass der Westen „dekadent“ sei — so steht es in den Aufzeichnungen.

Private Unterlagen wie das Tagebuch Bin Ladens waren bislang größtenteils unter Verschluss. Am Mittwoch veröffentliche die CIA nun ein riesiges Daten-Paket: 470.000 Dokumente des Gründers und ehemaligen Anführers des Terrornetzwerks Al-Qaida. Forscher hatten das Material ausgewertet. Das Archiv soll „im Interesse der Transparenz das öffentliche Verständnis von Al-Qaida und Bin Laden verbessern“, sagt CIA-Direktor Mike Pompeo.

Bin Laden als Teenager: Briten sind „ein moralisch loses Volk“

Obwohl es frühere Berichte gab, dass Bin Laden in den Westen reiste, ist dies die erste Bestätigung. Ein Eintrag in dem unscheinbaren Schulheft beschreibt, wie Bin Laden in der „sechsten Klasse“ und im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal in den „Westen“ reiste, um dort eine nicht näher ausgeführte „Behandlung“ durchzuführen.

Im darauffolgenden Jahr — nach den Aufzeichnungen muss es zwischen 1971 und 1972 gewesen sein — verbrachte der Teenager, der wohlhabende Sohn eines milliardenschweren saudi-arabischen Bauunternehmers, zehn Wochen in Großbritannien, um „zu studieren“. Weitere Details werden nicht genannt, aber er soll zuvor einen Englischkurs in Oxford belegt haben.

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