Gehaltserhöhung geplant: Kölner Messechef wird bis mindestens 2023 bleiben

Manager will den Standort „auf höchstem Niveau ausbauen“.

Der Vertrag des Chefs der Kölner Messe, Gerald Böse, wird bis ins Jahr 2023 verlängert. Das hat gestern der Aufsichtsrat des Unternehmens, das der Stadt und dem Land NRW gehört, entschieden.

Böse habe die Messe in die Top Ten gebracht

„Die Entscheidung ist Zeichen unseres Vertrauens in Gerald Böse, das Unternehmen auch weiterhin in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die auch Chefin des Messe-Aufsichtsrates ist. Böse habe die Messe aus der Finanz- und Wirtschaftskrise nachhaltig in den Top Ten des internationalen Messewesens platziert und behalte bei allen unternehmerischen Entscheidungen stets den Standort Köln im Blick. „Wir brauchen eine starke Messe für die nachhaltige Entwicklung unserer Region“, sagte Reker.

„Zu einem Ja-Wort gehört immer die gegenseitige Gewissheit, anstehende Herausforderungen gemeinsam zu meistern“, sagte der Messechef. Er sei entschlossen, die den Messestandort Köln auch in Zukunft auf höchstem Niveau auszubauen.

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung hatte es Diskussionen über eine mögliche Gehaltserhöhung für den Messe-Manager geben. Dem Vernehmen nach soll Böse rund zehn Prozent mehr Gehalt bekommen, womit sich seine Entlohnung der Marke von 800.000 Euro annähern würde.

Böse gehört zu den Top-Verdienern

Auch bei den Altersbezügen soll es einen Zuschlag geben. Böse gehört im Vergleich der städtischen Gesellschaften bereits jetzt zu den am besten Verdienenden. Kritik an der Erhöhung hatten im Vorfeld vor allem die Linke, sowie Teile der SPD sowie der Arbeitnehmervertreter. CDU, Grüne und FDP hatten Zustimmung signalisiert. Dem Vernehmen nach soll der Aufsichtsrat in der gestrigen Sitzung in Teilen Böses Vorstellungen nachgekommen sein. Er sei ein guter Manager und man habe in halten wollen.

Böse hatte die Führung zu einer Zeit übernommen, als sich die Messe in einer schweren Krise befand. Das Unternehmen schrieb rote Zahlen und war durch den Skandal um den Bau der neuen Hallen durch den Oppenheim-Esch-Fonds schwer belastest. Mittlerweile ist sie wieder auf Wachstumskurs und will regelmäßig Gewinne erwirtschaften....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta