Gegendemonstration: Linke wollen Neonazi-Aufmarsch in Spandau verhindern

Neonazis wollen durch Spandau marschieren

Zum Aufmarsch der Neonazis am Sonnabend müssen sich die Spandauer auf heftige Auseinandersetzungen und starke Verkehrsbehinderungen einstellen. Wie berichtet, wollen einige Hundert Rechtsextreme kurz nach dem 30. Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß durch die Spandauer Wilhelmstadt marschieren. Heß hatte sich am 17. August 1987 im inzwischen abgerissenen Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten an der Wilhelmstraße erhängt.

Die Polizei hat am Donnerstag die Route der Rechtsextremen bestätigt (siehe Grafik). Danach wollen sie um zwölf Uhr vor den Spandauer Arcaden am Bahnhof Spandau eine Auftaktkundgebung abhalten. Danach werden sie über Klosterstraße und Wilhelmstraße zunächst zum Melanchthonplatz in Sichtweite des Gefängnisareals ziehen, wo nach Polizeiangaben eine "Zwischenkundgebung" geplant ist. Die weitere Route führt kreuz und quer durch den Ortsteil – auch über die viel befahrene Heerstraße – zurück zum Bahnhof Spandau.

Die Demonstration der Neonazis soll bis zum Abend dauern. Sie ist zwischen zwölf und 20 Uhr angemeldet. Gegen polizeiliche Auflagen, darunter ein Verbot jeder "Verherrlichung von Rudolf Heß in Wort, Schrift und Bild" haben die Neonazis beim Verwaltungsgericht einstweiligen Rechtsschutz beantragt. Eine Entscheidung stand am Donnerstag noch aus.

Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden ruft zu Gegendemonstrationen auf. Das Spandauer Bündnis gegen Rechts plant ab elf Uhr eine Kundgebung vor ...

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