Gegendemonstranten stoppen AfD-"Frauenmarsch" in Berlin

Ein von einer AfD-Politikerin initiierter "Frauenmarsch" zum Kanzleramt ist am Samstag in Berlin von Gegendemonstranten gestoppt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, stellten sich geschätzte 1500 Menschen den rund 450 Teilnehmern in den Weg

Ein von einer AfD-Politikerin initiierter "Frauenmarsch" zum Kanzleramt ist am Samstag in Berlin von Gegendemonstranten gestoppt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, stellten sich geschätzte 1500 Menschen den rund 450 Teilnehmern des "Frauenmarschs" in den Weg. Die AfD habe die Versammlung schließlich aufgelöst. Später versammelten sich aber noch rund 300 AfD-Anhänger zu der geplanten Abschlusskundgebung vor dem Kanzleramt. Auch dort gab es Zwischenrufe von Gegendemonstranten.

Rund 900 Polizisten waren im Einsatz, um die Teilnehmer des "Frauenmarsches" und die Gegendemonstranten auf Abstand zu halten. Zu dem Marsch hatte die AfD-Politikerin Leyla Bilge aufgerufen. Nach Angaben der Gegendemonstranten waren allerdings "mehr rechte Männer" als Frauen bei dem "Frauenmarsch" vertreten, darunter auch der Gründer des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses, Lutz Bachmann.

Das Berliner Bündnis gegen Rechts gab die Zahl der Gegendemonstranten mit "mehr als 3000" an. Unter den Teilnehmern war unter anderem der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele. Insgesamt nahmen an der Gegendemonstration demnach über 30 Initiativen und Verbände teil.