Gegen Waffenexporte: Pro-kurdische Demonstranten stören Bundespressekonferenz


Fünf teilweise vermummte Aktivisten unterbrachen am Montag die Bundespressekonferenz. Dabei hielten sie eine Fahne der kurdischen Miliz YPG hoch und forderten auf einem der Transparente unter anderem „Waffenexport stoppen“

Die Demonstranten, die sich vor die Redner Haus der Bundespressekonferenz gestellt hatten, riefen außerdem „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan” und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt”. Nachdem die Konferenzleitung den anwesenden Sprechern der Ministerien und Journalisten zusagte, dass der Sicherheitsdienst unterwegs und die Polizei bereits informiert sei, verließen die Demonstranten den Saal nach wenigen Minuten aus freien Stücken. Der anwesende Journalist Tilo Jung filmte und postete das Video auf Twitter.

Die fünf Demonstranten hielten Fahnen der Kurden-Miliz YPG in die Höhe. (Screenshot: Twitter/TiloJung)

Aufhänger des Protestes scheint die umstrittene türkische Militäroffensive in Nordsyrien zu sein, bei der die Kurden-Miliz YPG bekämpft werden soll. Laut Militärberichten werden bei dem Einsatz der Türkei auch Panzer vom Typ Leopard 2A4 aus deutscher Produktion eingesetzt.

Als Reaktion auf die türkische Syrien-Offensive hat die Bundesregierung die Entscheidung über eine Nachrüstung der Türkei mit Leopard 2-Kampfpanzern in der vergangenen Woche vorerst auf Eis gelegt.