Gegen Schadstoffe : Auf diesen Hauptstraßen soll in Berlin bald Tempo 30 gelten

Verkehrssenatorin Regine Günther möchte auf weiteren Strecken Tempo 30 testen. Für sauberere Luft hat sie aber noch weitere Pläne.

Die Leipziger Straße ist ungesund. Die Konzentration des vor allem für empfindliche Atemwege sehr schädlichen Stickstoffdioxids erreichte im Jahresmittel 2016 ganze 66 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Grenzwert liegt bei 40.

Nun will Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) genau testen lassen, ob sich diese Belastung verringern ließe, wenn der Verkehr bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern stetiger fließt. Um das auch fundiert tun zu können, wird der Verkehr zunächst auch bei Höchstgeschwindigkeit 50 genau untersucht.

Prüfer rollen mit Testauto im Verkehr mit

Das soll auch an dem Straßenzug Potsdamer Straße und Hauptstraße bis zum Innsbrucker Platz, am Tempelhofer Damm und an der Kantstraße passieren. Die Tester werden mit einem speziellen Auto im Verkehr mitrollen und aufzeichnen, wie oft gebremst und beschleunigt wird, wann sich ein Stau entwickelt und wann freie Fahrt herrscht.

Sensoren am Straßenrand sollen zudem messen, wie viele Autos unterwegs sind. Das ist wichtig, weil ein später einzuführendes Tempolimit von 30 Stundenkilometern womöglich Autofahrer zum Ausweichen auf Nebenstraßen verführen könnte. Und natürlich sollen Messstationen die Konzentration von Stickstoffdioxid in der Luft aufzeichnen. "Wir brauchen mehrere Monate, um belastbare Daten zu erheben", sagte Emissionsexpertin Annette Rauterberg-Wulff.

Tempo 30 kommt testweise ab Frühjahr 2018

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RVerkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther plant, Tempo 30 auf weiteren Strecken zu testen. (Archiv) Maurizio Gambarini / dpa

Theoretisch wäre es also auch denkb...

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