Gefeuerter Software-Entwickler: Männer werden bei Google diskriminiert (A14Y6F)

Annette Dönisch
Business Insider traf den Verfasser der Google-Memo, James Damore, in Mountain View im Silicon Valley.

James Damore trägt zum Interview ein T-Shirt mit dem Aufdruck der Firma, die ihn gefeuert hat. Trotz des Ärgers, den er zuletzt hatte, schwärmt er noch immer von seinem ehemaligen Arbeitgeber Google. „Ich liebe, was sie tun“, sagt der junge Mann.

Bei Google trat Damore vor vier Jahren seinen ersten Job an. Dafür brach er sein Studium an der Elite-Universität Harvard ab. Zwei Mal wurde er befördert. Sein Ziel war es, bald zum Manager aufzusteigen. Doch er empfand die Art, wie Google Jobs vergibt, als ungerecht.

Damore versuchte, darüber in der Firma zu sprechen — ohne Erfolg. Daraufhin verfasste er ein zehnseitiges Dokument, das unter der Bezeichnung Google-Memo weltweit für Schlagzeilen sorgte. Darin kritisiert er, dass Google bestimmte Meinungen unterdrückt. Darunter seine Ansicht, dass Frauen wegen ihrer natürlichen Voraussetzungen in Tech-Berufen unterrepräsentiert sind, und nicht aufgrund von Diskriminierung. Das Dokument verbreitete sich unter Google-Angestellten schnell, Damore wurde Anfang August entlassen.

Google begründete den Schritt damit, dass Damore Geschlechter-Stereotypen fördert. Business Insider Deutschland hat den Ex-Google-Mitarbeiter in Mountain View getroffen und mit ihm über seine Erfahrungen beim Daten-Riesen aus dem Silicon Valley gesprochen. 

Business Insider: Hättest du das Dokument geschrieben, wenn du gewusst hättest, dass du deshalb gefeuert wirst?

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