Gefahr willkürlicher Festnahmen: Deutsche aufgefordert, Iran zu verlassen

Gefahr willkürlicher Festnahmen: Deutsche aufgefordert, Iran zu verlassen

Die Warnung auf der Internet-Seite des Auswärtigen Amt ist eindringlich:

"Vor Reisen nach Iran wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, Iran zu verlassen.

Für deutsche Staatsangehörige besteht die konkrete Gefahr, willkürlich festgenommen, verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt zu werden. Vor allem Doppelstaater, die neben der deutschen auch noch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, sind gefährdet. In jüngster Vergangenheit kam es zu einer Vielzahl willkürlicher Verhaftungen ausländischer Staatsangehöriger."

Seit Beginn der Proteste nach dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini sind in laut "Iran Human Rights" 277 Menschen - vor allem junge Leute - getötet worden. Wahrscheinlich sind es sehr viele mehr.

Wie die BBC-Journalistin berichtet, versuchten an diesem Donnerstag Trauernde der vor 40 Tagen verstorbenen Hadis Najafi die Ehre zu erweisen. Sie wurden aber von Sicherheitskräften davon abgehalten, ihr Grab in Karaj - einer Vorstadt von Teheran - aufzusuchen.

Die Eltern der jungen Frau berichteten der BBC, ihre 22-jährige Tochter - die vor allem auf TikTok Videos postete, sei erschossen worden.

In Karaj kam es wegen des Aufhaltens des Trauermarsches zu Unruhen - ein Ende der Proteste in Iran ist nicht in Sicht.