Gefahr im Straßenverkehr: Handyverbot für Fußgänger in Honolulu

Gefahr im Straßenverkehr: Handyverbot für Fußgänger in Honolulu

Im Zeitalter von Smartphones, Tablets und Co. können überall die Mails gecheckt werden. Doch genau da liegt das Problem: Wenn Fußgänger die Straße überqueren und ganz vertieft auf den Bildschirm starren, können sie den Straßenverkehr gefährden. In Honolulu soll daher ein Handyverbot eingeführt werden.

Die Abstimmung über ein Smartphone-Verbot für Fußgänger fiel ziemlich eindeutig aus: 7-2 lautet das Ergebnis. Nun muss Honolulus Bürgermeister Kirk Caldwell der Gesetzgebung zustimmen, berichtet der US-amerikanische TV-Sender CNN. Sollte das Gesetz tatsächlich in Kraft treten, drohen Fußgängern, die ihr Handy auf der Straße benutzen, Strafen.

Den Antrag für diesen Gesetzesentwurf reichten zur großen Überraschung Schüler ein. "Diese High-School-Gruppe war in Sorge um ihre Gleichaltrigen, die womöglich von ihren Smartphones abgelenkt werden, wenn sie über die Straße gehen, weil sie auf das Display schauen, statt auf den Verkehr", teilt Brandon Elefante, Mitglied des Stadtrats dem Nachrichtensender mit.

Im Falle eines Handyverbots auf offener Straße droht den Gesetzesbrechern eine Geldstrafe zwischen 15 und 99 US-Dollar. Bei mehreren Verstößen kann ein Blick auf den Bildschirm bis zu 500 Dollar kosten.

Noch hält sich Bürgermeister Caldwell bedeckt, ob in Honolulu ein Verbot für sämtliche elektronische Geräte in Kraft treten wird. Auch eine Kampagne, die die Gefahren vom Bedienen eines Smartphones an einer Straßenkreuzung aufzeigen soll, steht alternativ zur Debatte.