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"Eine Gefahr für den Fußball der Zukunft"

Saudi-Arabien lockte in diesem Sommer mit seiner enormen Finanzkraft zahlreiche Profis aus Europa in die Wüste. Unter anderem wechselte Neymar zu Al-Hilal sowie Karim Benzema zu Al-Ittihad. Die beiden Stars folgten damit Cristiano Ronaldo, mit dem im Januar die Transferoffensive begann.

Auch Toni Kroos stand auf der Liste der potenziellen Ziele. „Es gab kein konkretes Angebot, aber die Möglichkeit hätte mit Sicherheit bestanden, wenn man dem nachgegangen wäre“ offenbarte der 33-Jährige in seinem Podcast Einfach mal Luppen und führte aus: „Es gab zumindest mal einen losen Versuch der Kontaktaufnahme.“

Obwohl der Mittelfeldspieler diesen Versuch nicht erwiderte, zeigte er ein wenig Verständnis für zwei Ex-Mitspieler, die sich für einen Wechsel nach Saudi-Arabien entschieden haben. „Cristiano Ronaldo und Karim Benzema haben alles gewonnen, haben Legenden-Status, alles erreicht und lassen dann von mir aus ihre Karrieren dort austrudeln und nehmen noch mal dieses unfassbare Geld mit“, sagte der Ex-Nationalspieler.

Jüngere Akteure könne er dagegen nicht nachvollziehen. Er sei kein Fan von den „26-, 27-, 28-Jährigen, die absolute Top-Qualität haben“ und ihren sportlichen Anspruch aufgrund des Geldes zurückschrauben.

„Das ist das eigentliche Problem von der Entwicklung im Fußball“

Zu dieser Kategorie gehören sicherlich unter anderem Neymar (zwar schon 31 Jahre, aber könnte in Topform in Europa bestimmt noch viel erreichen), Ruben Neves aber auch der 29-jährige Ex-Liverpooler Fabinho.

„Das ist auch das eigentliche Problem von der Entwicklung im Fußball, wenn man sich in dem Alter schon ausschließlich für Geld entscheidet“, erläuterte Kroos.

Diese Spieler seien keine Vorbilder und stellen „eine Gefahr für den Fußball der Zukunft“ dar.