Gefängnisinsasse bei Kämpfen in philippinischer Haftanstalt getötet

Bei Kämpfen zwischen zwei Gangs in einem überfüllten philippinischen Gefängnis ist ein Häftling getötet worden

Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Gangs in einem überfüllten philippinischen Gefängnis ist ein Häftling getötet worden. Die Insassen der Anstalt in einem Vorort der Hauptstadt Manila gingen aufeinander los, nachdem Mitglieder einer Gang versehentlich einen Eimer Wasser über schlafenden Mitgliedern einer rivalisierenden Gruppe auskippten, wie ein Gefängnisbeamter am Samstag der Nachrichtenagentur AFP schilderte.

Die Gangmitglieder eilten demnach am Freitag mit einem Insassen, der einen Anfall erlitten hatte, zur Gefängnisklinik. Dabei stießen sie versehentlich einen Eimer Wasser um. Das Wasser traf die schlafenden Häftlinge der rivalisierenden Gang, die sich provoziert fühlten. Beide Gruppen gingen mit Steinen und Stühlen aufeinander los, dabei wurde ein Insasse getötet. Auch der Häftling, der in die Klinik gebracht werden sollte, starb dort später.

Der Gefängnissprecher machte die Überfüllung der Haftanstalt in Quezon für die Ausschreitungen mitverantwortlich. In dem für 800 Insassen ausgelegten Gefängnis seien derzeit 3424 Menschen untergebracht: "Sie müssen jeden freien Platz zum Schlafen nutzen."

Der umstrittene Anti-Drogenfeldzug von Präsident Rodrigo Duterte hat die Lage in den philippinischen Gefängnissen weiter verschärft.