Geely-Aktie: Das reicht nicht

Jochen Kauper
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Geely-Aktie sendet endlich wieder Lebenszeichen – das sind die nächsten Hürden

Das war den Analysten zu wenig: Geely präsentierte am Dienstag nach Börsenschluss seine Zahlen für das Jahr 2017. Demnach legte der Autobauer bei den Verkäufen um 63 Prozent auf 1,2 Millionen Autos zu. "2017 war ein außergewöhnliches und denkwürdiges Jahr, in dem wir an mehreren Fronten bedeutende Fortschritte erzielt haben", kommentierte Geely-Vorstand Li Shufu. Der CEO zögerte nicht und hob die Prognose für 2018 von 1,4 Millionen auf 1,58 Millionen Autos an.

Allein im Monat Dezember verkaufte Geely 153.625 Autos. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knackigen 41,9 Prozent!

Und dennoch war es den Analysten und Anlegern wohl etwas zu wenig. Zugegeben, die Erwartungen waren nach dem guten Geschäftsverlauf in den letzten Monaten auch extrem hoch.

Anleger sollten sich von dem kleinen Rücksezer aber keinesfalls aus der Ruhe bringen lassen.

 


Langfristig aussichtsreich
Erst vor wenigen Tagen hat Analyst Kevin Jim von der Bank of China die Aktie zum Kauf empfohlen. Sein Kursziel lautet umgerechnet 4,39 Euro.

Auch DER AKTIONÄR bleibt für Geely optimistisch. Im Dezbember 2017 wurde die neue SUV-Marke Lynk & Co am Markt eingeführt. 6.012 Autos wurden in den letzten vier Wochen des Jahres verkauft, was über den Erwartungen des Managements lag.

Gut möglich, dass die Verkäufe der neuen Marke weit über den Erwartungen liegen werden. Schwache Tage bleiben Kauftage! Neues Kurspotenzial eröffnet sich für die Aktie erst nachdem der horizontale Widerstand bei 3,26 Euro genommen wurde.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR