Geely-Aktie macht sich wieder auf den Weg nach oben - Beteiligung an Daimler im Gespräch

Jochen Kauper
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Geely-Aktie klettert weiter – das sind die nächsten Hürden

In den letzten Tagen hat die Geely-Aktie den Weg nach oben eingeschlagen. Abgehakt wurde der 14–prozentige Kursrutsch innerhalb von nur drei Tagen, ausgelöst durch zwei negative Analystenkommentare. Die Korrektur endete jedenfalls bei der horizontalen Unterstützung bei rund 2,65 Euro.
Dass die Geely-Macher Mut haben, ist längst bekannt. Zum gesamten Konzern zählen Marken wie Volvo oder Lotus sowie The London Taxi. In der börsennotieren Geely wird zwar nur das China-Geschäft sowie die Marke Lynk & Co geführt, jedoch profitieren die eigenen Marken wie zum Beispiel Emgrand vom Technologietransfer von Volvo & Co.
Am Donnerstag kamen erneut Gerüchte auf, Geely wolle ein Aktienpaket im Wert von vier Milliarden Euro an Daimler kaufen. Hut ab! Wie die ganze Spekulation endet, ist noch offen.

Fakt ist: Geely liegt hervorragend im Rennen: Die November-Verkäufe lagen bei 141.265 Autos und damit knackige 38 Prozent über dem Vorjahreswert. 13 Prozent legte Geely im Vergleich zum Vormonat Oktober zu. Das sind Zahlen, von denen die deutschen Autobauer nur träumen können.
Das Jahresziel von 1,1 Millionen verkauften Autos hat Geely damit man zu 99 Prozent erreicht.

Es bleibt dabei
Der chinesische Automarkt wird immer mehr zum Taktgeber und Trendsetter in Sachen Elektromobilität. Die Aussichten bleiben sehr gut, das Produktportfolio von Geely ist vielversprechend. Zudem profitiert man vom Technologie-Transfer von Volvo, The London Taxi und Lotus, die unter dem Dach der Holding, der Muttergesellschaft von Geely, geführt werden.
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung für Geely. Mit einer Bewertung von 24 Milliarden Euro und einem KGV von knapp 21 ist die Aktie weiterhin aussichtsreich. Schwache Tage bleiben Kauftage.