Gedenken an Massenrazzia Vel d` Hiv - Ausstellung im Holocaust-Museum

Das Pariser Holcaust-Museum Mémorial de la Shoah erinnert mit einer Ausstellung an die Massenrazzia Vel d`Hiv in der französischen Hauptstadt am 16. und 17. Juli 1942.

Damals wurden 13 000 Juden wurden festgenommen. 8160 von ihnen, die Hälfte waren Kinder, wurden im Radstadion Vélodrome unweit des Eiffelturms tagelang zusammengepfercht.

Laurent Joly ist Forschungsdirektor am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS: "Wir hatten bis in die 80er Jahre Bücher für die breite Öffentlichkeit, Schulbücher, in denen stand: "Die Vel d`Hiv-Razzia ist die Gestapo. Es sind deutsche Soldaten." Aber dieses Buch von 1967, diese Zeichnungen von Cabu - wo Cabu eine fast militante Wahl trifft - stellt nur französische Polizisten dar, weil es die historische Wahrheit ist."

Cabu ist der Künstlername des damals 29 Jahre alten Cartoonisten Jean Cabut. Seine Zeichnungen haben umso größere Bedeutung, weil von der Vel d`Hiv Massenfestnahme nur ein Foto existiert.

Die Beteiligung der Vichy-Regierung und französischer Polizisten an dieser Aktion war jahrzehntelang ein Tabuthema in Frankreich. Erst vor gut zwei Jahrzehnten wurde ein jährlicher Gedenktag eingeführt, der auf den 16. Juli oder den folgenden Sonntag fällt.

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