Gedenken: Erinnerung an altes NS-Lager

Lindenthals Politiker haben aus dem bezirkseigenen Geldtopf vor allem mehrere kulturelle Angebote unterstützt. Mit einem Betrag von 4000 Euro wurde der Bürgerverein Müngersdorf bedacht. Gerade erst hat der Verein ein Kunstwerk des Künstlers Simon Unger erworben. Es soll künftig im Viertel daran erinnern, dass sich dort einst ein großes Lager befand, indem in der NS-Zeit Juden und andere Menschen interniert wurden.

Im Rahmen der Hintergrundrecherche hat das Bürgervereinsmitglied Kurt Schlechtriem umfangreich zur Geschichte des Lagers und der Opfer recherchiert. Neben den Forschungen im EL-DE Haus befragte er Zeitzeugen aus dem Viertel. Die Ergebnisse, zu denen auch sehr persönliche Geschichten einzelner Opfer gehören, möchte der Bürgerverein in einer Broschüre veröffentlichen und sie so der Allgemeinheit zugänglich machen. Damit der Verein diese Aufgabe finanziell bewältigen kann, hat das Stadtteilparlament ihm die bezirksorientierten Mittel zur Verfügung gestellt.

Mit einer Summe von 3000 Euro wurde der Kultursalon Freiraum bedacht, der den Stadtbezirk mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen bereichert. Auch künstlerische Projekte werden durch die bezirksorientierten Mittel unterstützt. So erhält die Künstlerin Letitia Garba 2500 Euro für ihr deutsch-rumänisches Projekt "Dialog in Agora". Den gleichen Betrag erhält der Kunst- und Kulturförderkreis "K-8 e. V." für die Kunstausstellung "Art and History - 50 years of Deep Purple", die im kommenden Jahr im April und Mai gezeigt wird.

Auch der Sport im Bezirk wird unterstützt, 3500 Euro erhält der SV Lövenich-Widdersdorf vom Stadtteilparlament für die Veranstaltung eines Schulturniers. (se)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta