Gedenken an abgeschossenen, russischen Piloten

Vor dem Verteidigungsministerium in Moskau legen Menschen Blumen nieder. Sie sind für Major Roman Filipow. Sein Flugzeug war am 3. Februar bei Idlib von syrischen Rebellen abgeschossen worden. Nach Militärangaben rettete sich Filipow mit dem Fallschirm, sprengte sich aber in die Luft.

Die Menschen trauern um Filipow. Auch Passanten sind von dem Abschuss des Piloten bewegt. Oleg Pugatschew sagt: "Das ist so traurig. Wir versuchen die Menschen in Syrien zu schützen. Sein Tod ist eine Tragödie für uns alle." Antonina Lewaschenko meint: "Dieser Krieg muss aufhören. Das ist alles. Junge Menschen sterben für nichts."

Major Filipow war 33 Jahre alt.

Russland ist besorgt wegen des Auftauchens tragbarer Flugabwehrraketen in den Händen der Regierungsgegner in Syrien. "Das ist eine große Gefahr für alle Länder", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets zwei Tage zuvor.

Der Erdkampfbomber vom Typ Suchoi Su-25 war über dem Rebellengebiet Idlib von einer Rakete getroffen worden. Die Miliz Hajat Tahrir al-Scham nahm den Abschuss für sich in Anspruch.

In dem seit sieben Jahren dauernden Syrien-Krieg mit bisher mehr als 400.000 Toten haben ausländische Unterstützer den Kriegsparteien bislang keine tragbaren Anti-Flugzeugwaffen, so genannte Manpads, geliefert. Peskow warnte vor Spekulationen, woher die Waffe gekommen sein könnte. Abgeordnete nannten die USA, die Ukraine oder Georgien als mögliche Herkunftsländer, weil sie anti-russisch eingestellt seien.

Die Rakete mit einem Hitzesuchkopf habe das rechte Triebwerk der Maschine getroffen, sagte der Ex-General und jetzige Abgeordnete Wladimir Schamanow. Sowohl die tragbare Abwehrwaffe Strela sowjetischer Bauart wie die US-amerikanische Stinger würden dem Hitzestrahl der Flugzeugtriebwerke folgen.