Gedankenexperiment eines Harvard-Professors: Warum die Empörung über Superreiche falsch ist

Business Insider Deutschland
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Die geleaken Paradise Paper stellen das Vermögen von Großkonzernen und Superreichen erneut in den Fokus. Lewis Hamilton soll Steuerersparnisse in Höhe von über vier Millionen Euro beim Kauf seines Privatflugzeugs ertrickst haben. Apple beauftragte offenbar eine Tochterfirma mit Sitz in Irland, um Lücken im System zu finden und die Sportmarke Nike soll Steuervergünstigungen in Form von teuren Lizenzrechten in den Niederlanden genutzt haben.

Skrupellose Superreiche?

Die Enthüllungen entfachten erneut eine Debatte über Superreiche. Das Rechtssystem lässt es durchaus zu, dass Steueroasen legal nutzbar sind. Gleichzeitig wächst die Ungleichheit in der Bevölkerung. Nun sind es also mal wieder die „gierigen“ und „skrupellosen“ Reichen, die unsere Gesellschaft angeblich an den Abgrund führen.

Doch ist es wirklich so ungerecht, dass einige wenige Menschen das meiste Vermögen besitzen? Der Harvard-Ökonom Gregory Mankiw stellte 2013 ein Gedankenexperiment vor, dass diese These ins Wanken bringt. Er glaubt, dass Ungleichheit vor allem durch den gesellschaftlichen Drang nach Konsum hervorgerufen wird. 

Es gibt keine Gesellschaft ohne Reiche

Das Experiment lautet in etwa so: Stellt euch eine Gesellschaft vor, in der völlige Gleichheit herrscht. Alle verdienen das gleiche Geld, niemand ist höher gestellt als der andere. Dann erfindet jemand wie Steve Jobs den iPod. Jemand wie J.K. Rowling veröffentlicht die „Harry Potter“-Bücher. Plötzlich kaufen alle Bürger diese Produkte und machen ihre Urheber unermesslich reich.

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