Gebühren-Schock: Banken drehen schon wieder an der Preisschraube

Ab 1. Juli müssen Kunden der ING-DiBa mit Abhebegebühren rechnen. (Bild: Getty Images)

Die rigorose Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nötigt Kreditinstitute seit Jahren, ihre Preise nach oben zu treiben. Nun ist es wieder so weit: Gleich drei Bankhäuser gestalten aktuell ihre Konditionen neu.

Nachdem die Commerzbank im April die Kontoführungsgebühren für ihr Premiumkonto von 9,90 Euro auf 12,90 angehoben hatte, tun es ihr nun die Deutsche Bank und die ING-DiBa nun nach. Statt 4,99 Euro belaufen sich die monatlichen Gebühren für ein Aktivkonto bei der Deutschen Bank nun auf 5,90 Euro. Ein weiterer Gebühren-Schock betrifft jene, die ihre Konten in Auslandswährungen führen. Für diese Kunden fallen nun monatlich 11,90 Euro statt den bisherigen 7,99 Euro an. Das sind Mehrausgaben von 142,80 Euro pro Jahr.

Die Deutsche Bank mutet ihren Kunden höhere Gebühren zu. (Bild: Getty Images)

Mit der ING-DiBa ändert nun auch eine Direktbank gegenwärtig ihre Preispolitik. Das Kreditinstitut, das auf Filialen verzichtet, ist vor allem bei jüngeren Menschen beliebt, da dort keine Kontoführungsgebühren anfallen und jeder Kunde kostenlos eine Visa-Kreditkarte erhält.

Doch ab 1. Juli dieses Jahres gibt es für Kunden der ING-DiBa erstmals Einschränkungen. Ab diesem Tag sind Abhebungen, egal ob über Giro- oder Visa-Karte, nur noch ab 50 Euro kostenlos möglich. Wer geringere Beträge abhebt, dem wird für diesen Monat eine Gebühr von 10 Euro verrechnet. Einzige Ausnahme: Wer weniger als 50 Euro auf dem Konto hat, muss die Gebühr nicht zahlen.

Auch an einer anderen Stelle langt die Direktbank in Zukunft zu: Telefonische und schriftliche Überweisungen für das Girokonto kosten jetzt 2,50 Euro Bearbeitungsgebühr. Wer die Visakarte bei Glücksspielen verwendet – etwa in Casinos, bei Lotteriegesellschaften oder in Wettbüros – zahlt drei Prozent Gebühr auf den getätigten Einsatz. Mindestens fallen aber 3,90 Euro pro Transaktion an.