Gebrauchtwagen nur mit kaltem Motor Probe fahren

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte das Fahrzeug mit kaltem Motor Probe fahren. Auf diese Weise kommen auch versteckte Mängel zu Tage. Foto: Tobias Hase/dpa

Einen Gebrauchtwagen zu kaufen, birgt immer ein gewisses Risiko. Schließlich sind viele Schwachstellen nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen. Doch schon eine Probefahrt bei kaltem Motor kann aufschlussreich sein.

Köln (dpa/tmn) - Gebrauchtwagenkäufer sollten beim Händler auf eine Probefahrt mit kaltem Motor bestehen. Steht ein Auto «warmgefahren» bereit, könnte der Anbieter damit Macken verschleiern, berichtet die «Auto Zeitung» (Ausgabe 25/2017).

Zu den verdeckten Mängeln zählten beispielsweise defekte Wasserpumpen, Probleme an der Wandlerautomatik oder Kaltstartprobleme im Allgemeinen. Ist der Motor des Fahrzeugs entgegen der Vereinbarung warm, sollte man einen neuen Termin für die Probefahrt vereinbaren.

Generell gilt: Interessenten sollten nie ohne Probefahrt und gegebenenfalls Werkstattcheck einen Gebrauchten kaufen. Verweigert ihnen der Händler das, brechen sie die Verhandlungen lieber ab.

Vorsicht ist bei einem «Verkauf im Kundenauftrag» geboten. Darauf sollten sich Käufer der «Auto Zeitung» zufolge nicht einlassen, weil sich Händler damit um die Gewährleistung drücken. Vollen Käuferschutz habe man nur, wenn der Händler als Verkäufer im Kaufvertrag steht.

Ein weiteres Problem kann im Kleingedruckten einer Gebrauchtwagengarantie stecken. Für Defekte anfällige Baugruppen seien hier mitunter ausgenommen. Deshalb sollten Kaufinteressenten den Umfang eines Garantieangebots genau prüfen.