Geberkonferenz sagt Uganda weniger Geld für Flüchtlinge zu als erhofft

Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda

Angesichts fast einer Million Flüchtlinge aus dem Südsudan hat die internationale Gemeinschaft Uganda Hilfsgelder in Höhe von 320 Millionen Euro zugesagt - weitaus weniger als erhofft. UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief bei einer Geberkonferenz in Kampala am Freitag zur "Solidarität" mit dem ostafrikanischen Staat auf. Die Organisatoren der Konferenz hatten auf Hilfszusagen in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) gehofft.

Uganda hat nach Angaben der Vereinten Nationen bereits mehr als 947.000 Menschen aufgenommen, die vor der Gewalt im benachbarten Südsudan geflohen sind. Zwei Milliarden Dollar an Hilfsgeldern werden Schätzungen zufolge für das kommende Jahr benötigt, acht Milliarden für die kommenden vier Jahre. Guterres sagte, die internationale Gemeinschaft müsse anerkennen, dass Uganda eine "beispielhafte" Flüchtlingspolitik betreibe.

Der Südsudan war 2011 vom Sudan unabhängig geworden. Im Dezember 2013 entflammte in dem neu gegründeten Land ein blutiger Konflikt. Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet und mehr als 3,7 Millionen weitere vertrieben.