Gebäudereiniger in Ost und West erhalten ab 2020 gleichen Lohn

Die Gebäudereiniger in Ost- und Westdeutschland erhalten ab dem Jahr 2020 den gleichen Lohn. Darauf einigten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) am Freitag in der sechsten Tarifrunde, wie beide Tarifpartner mitteilten. Zugleich wurden die Löhne für alle rund 600.000 Beschäftigten der Branche angehoben.

Der Tarifvertrag sieht eine Angleichung der Löhne in Ost und West in vier Schritten vor. Im ersten Schritt werden die Löhne der Lohngruppe eins, in der rund 75 Prozent der Beschäftigten tätig sind, zum 1. Januar 2018 in Westdeutschland von 10 Euro auf 10,30 Euro angehoben und in Ostdeutschland von 9,05 Euro auf 9,55 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

"28 Jahre nach der Wiedervereinigung und vielen vergeblichen Anläufen haben wir in der Gebäudereinigung endlich den verbindlichen Weg zur gleichen Bezahlung in Ost und West geschafft. Das ist ein Riesenschritt, der viel Kraft gekostet hat", erklärte IG-BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. Der Vorsitzende der Tarifkommission des BIV, Christian Kloevekorn, erklärte, die Löhne lägen auch in den kommenden Jahren "deutlich über dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn". Der Mindestlohn liegt derzeit bei 8,84 Euro.