GdP-Chef: Polizeiarbeit leidet unter hohem Aufwand für Corona-Demos

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BERLIN (dpa-AFX) - Der hohe Aufwand für die Polizei bei den vielen Demonstrationen gegen die Corona-Politik beeinträchtigt die übrige polizeiliche Arbeit. Der hohe Einsatzaufwand durch zahlreiche Demonstration und sogenannte Spaziergänge erfordere unter Umständen, "andere polizeiliche Aufgaben zu vernachlässigen, zum Beispiel bei der Verkehrsüberwachung", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). "Das kann man machen. Die Frage ist, wie lange die Bürgerinnen und Bürger das akzeptieren, wenn einige mit bestimmten Vergehen durchkommen, weil die Polizei das nicht mehr verfolgen kann." Er befürchte, dass dadurch Vertrauen in die Polizei verloren gehe. "Ich fürchte, dass die Polizei noch mehr zum Blitzableiter für verärgerte Bürger wird", fügte der GdP-Chef hinzu.

Am Montag waren in zahlreichen Städten erneut insgesamt Zehntausende Menschen gegen Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen.

Malchow forderte mit Blick auf die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus rasche Auffrischimpfungen für die Beamten. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, sei es notwendig, "dass die Polizeien zeitnah boostern", sagte Malchow. Das laufe bereits gut an.

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